Buchtipp: „Communicating Design“ von Daniel Brown
30. März 2009 · von Jörg Hoewner · 2 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare
Das Buch dürfte für die nächsten Webprojekte so was wie meine Standard-Referenz würden. Über die meisten (nicht alle) wichtigen Punkte in einem Website-Konzept wurde hier noch mal kritisch nachgedacht, so dass selbst Menschen mit viel Berufserfahrung in diesem Bereich noch mal eine Menge lernen können:
- Personas und Use Cases
- Usability Test-Pläne und Reports
- Wettbewerbsanalysen
- Konzept-Modelle
- Wireframes
- Content Inventories
- Site Maps
- Flow Charts und
- Screen Designs
Zu jedem Aspekt werden Zielsetzungen, Zielgruppen im Projektteam, Hintergründe und Fallstricke diskutiert. Unterschiedliche Detaillierungsgrade für die Darstellung vorgeschlagen, Tipps für die Präsentations- und Diskussionssituation gegeben und die Beziehungen der einzelnen Designdokumente zueinander beschrieben. Das Buch ist mit 324 S. umfangreich, dabei weder aufblähend oder redundant beschrieben, sondern immer auf den Punkt und dabei übersichtlich. Man kann es selektiv zum Nachschlagen genau so nutzen, wie zum lineare Durchlesen. Ich denke, man merkt mir meine Begeisterung an. Kaufen. Die Website dazu: Communicatingdesign.com.
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Weitere InformationenNGO 2.0: „Wie NGOs kommunizieren, koordinieren und mobilisieren“
26. März 2009 · von Jörg Hoewner · 2 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare
Christiane Schulzki-Haddouti hat erste Ergebnisse einer Studie „“Kooperative Technologien für Arbeit, Ausbildung und Zivilgesellschaft” in einem Post (der Text wird im Magazin Contraste erscheinen) zusammengefasst „Wie NGOs kommunizieren, koordinieren und mobilisieren“. Da ich vor einigen Tagen hier eine kurze Zusammenfassung der McKinsey-Studie zu Erfolgsfaktoren bei der Einführung von Web2.0 in Unternehmen geschrieben habe, ist insbesondere der Vergleich zu den Erfolgsfaktoren bei NGOs interessant. Diese beschreibt Christiane kurz im letzten Absatz:
- Richtige Tool-Auswahl, die sich an den jeweiligen Barrieren richten. (Hier würden mich die Barrieren genauer interessieren)
- Kompetenz-Träger, die den anderen als Vorbild dienen und beratend zur Seite stehen.
- Geringer Anpassungsaufwand.
- Entscheidung Hosting mit Selber-verwalten vs. SaaS-Lösung
- Gruppen-Konsens schaffen: Gemeinsam beschliessen, kooperative Technologien einzusetzen.
In einigen Punkten (Tool-Auswahl, interne Botschafter) gibt es eine Übereinstimmung zu dem, was man aus Unternehmen kennt. Aufgrund ihrer Organisation spielt bei den NGOs der Gruppen-Konsens eine größere Rolle und Fragen, die mit der IT-Infrastruktur zusammenhängen. Für viele Unternehmen kommen SaaS-/ ASP-Modelle schon rein aus datenschutzrechtlichen oder Sicherheitsbedenken nicht in Frage.
Bin gespannt auf mehr Informationen zum Thema.
Anschauungsobjekt Innovationskultur: Tim Berners-Lee
25. März 2009 · von Carina Waldhoff · 1 Minute Lesedauer · 2 Kommentare
Immer wieder heißt es ja, dass Unternehmen ihren Mitarbeitern auch zeitlichen Freiraum geben müssen, um innovativ zu werden. Google z.B. verpflichtet seine Mitarbeiter dazu, 20 Prozent ihrer Arbeitszeit für die Weiterentwicklung ihres Geschäftsbereiches und gönnt ihnen 10 Prozent, um auf privaten Interessensgebieten zu „forschen“.
Tim Berners-Lee erzählt in diesem Video, wie er durch Frust motiviert und in seiner persönlichen „Daddel-Zeit“ am Arbeitsplatz eine kleine technologische Revolution ersann: das Internet.
Ganz nebenbei bemerkt, halte ich dieses Stück auch für ein Paradebeispiel amerikanisch geprägter Präsentationskultur, jenseits aller Powerpoint-Meisterwerke: Meiner Meinung nach steht da vorne weder ein Charismatiker noch ein gewiefter Rhetoriker, sondern einfach ein authentischer Mensch, der eine Geschichte entwickeln und komplizierte Sachverhalte laienverständlich erklären kann („these http-things“…).
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Funktionieren Tag Clouds nicht?
24. März 2009 · von Jörg Hoewner · 1 Minute Lesedauer · 4 Kommentare
Soeben bei einem Kunden-Projekt die Ergebnisse einer Usability-Studie und des Klickverhaltens, das über die etracker-Klickmap gemessen wurde, diskutiert.
Ein interessantes Ergebnis: Tag Clouds, zumindest in der Marginalspalte, werden ignoriert: In der Usability-Studie werden sie schlicht nicht wahrgenommen bzw. zur Aufgabenlösung in Erwägung gezogen. Nach dem de-facto Klickverhalten werden sie auch kaum angeklickt.
Mich würde interessieren, unter welchen Umständen Tag Clouds genutzt würden… Feedback?
Sociability Design: Ein Framework
8. März 2009 · von Jörg Hoewner · 2 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare
In Joshua Porters Buch „Social Web Design“ schlägt er ein Framework für den Social Web Design-Prozess vor, die sogenannte AOF-Methode:
- A: Aktivität: Welche Aktivität(en) sollen über die Anwendung unterstützt werden? Die erfolgreichen Social Web-Anwendungen unterstützen meistens eine Aktivität richtig gut. Bei Twitter twittert man, bei Google sucht man, bei Xing networked man. Also ist die erste Frage: Was ist die Funktion einer solchen Website, welche Mission hat sie? Und welchen Zweck soll sie für den Nutzer erfüllen. Und hierauf sollte sich fokussiert werden?
- B: Objekte: Um welche (sozialen) Objekte geht es bei der Aktivität? Bei Twitter sind dies laut Porter Nachrichten, bei Ebay Auktionsgegenstände, bei Xing Businesskontakte.
- F: Funktionen: Welche Funktionen werden bei der Aktivität auf die Objekte angewandt? Beispiel Ebay: Einstellen, präsentieren, verkaufen, abwickeln. Beispiel Twitter: Nachricht schreiben, Nachrichten/ Personen abonnieren, …
Das Framework erscheint mir ziemlich einfach und dabei schlüssig. Frage: Gibt es weitere vergleichbare Frameworks für Social Web Design?
Bekannt ist mir derzeit nur die Liste von Dragan Varagic, die bezieht sich allerdings auf Social Media Marketing-Aktivitäten.