Motivationsschub: „Alles, außer gewöhnlich“
13. August 2007 · von Carina Waldhoff · 3 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare
Autorin: Carina Waldhoff Mir ist vor ein paar Wochen „Alles, außer gewöhnlich“ von Anja Förster und Peter Kreuz in die Hände gefallen – nun wirklich kein Geheimtipp mehr, nachdem die beiden Autoren von „Different Thinking“ quer durch die Bank von Wirtschafts- und Fachmedien abgefeiert wurde. Ich persönlich habe dieses Buch weniger als „To Do“-Ratgeber denn als Motivationsschub gelesen – und das geht richtig gut angesichts der vielen Beispiele aus der Praxis, die es so angenehm von neuro-linguistischer „Chacka-Chacka“-Berieselung unterscheidet. Ihre Mantras: Sei mutig, gehe Risiken ein, sei offen für Neues, lasse Fehler und Widersprüche zu. Alles für sich genommen altbekannt, aber mit so leidenschaftlichen Gebetsmühlen wiederholt, dass es tatsächlich wie ein kleines Workout auf die Endorphine wirkt. Die Lektüre dieses Buches wird keinen Erbsenzähler zum Jungunternehmer machen, hoffentlich aber zumindest den Fokus insbesondere von Führungskräften beeinflussen: Als liebsten Feind haben Förster und Kreuz die Markforschung bzw. die marktforschungs-Hörigkeit ausgemacht: Die Messages, dass „der Kunde … wesentliche Informationen vorenthalten“ wird (S. 140), kommt an; ebenso wie die Erkenntnis, dass Benchmarking Unternehmen nie, nie, nie (jetzt übernehme ich schon den Stil der Autoren!) über die Mittelmäßigkeit hinaus katapultieren wird. A propos Stil: So sehr die lebendige Rhetorik die Geschwindigkeit des Buchs unterstützt, so sehr wird sie manchmal aus meiner Sicht das kleine Manko (gut, vielleicht kann für Manche(n) der Holzhammer nicht groß genug sein, insofern hat’s seine Berechtigung…). Und es unterstreicht die große „Trau-Dich, sei individuell“-Message. Auch schön: „Unternehmertum“ als Lebenskonzept wird nicht nur anhand grauer Zweireiher, sondern auch mit Besipielen aus anderen Lebensbereichen dargestellt – Picasso als Beispiel für hohe Produktivität, Einstein als Verfechter des „Wo gehobelt wird, da fallen Späne“-Gedankens… Herzhaft lachen musste ich über den filmischen Vergleich zu Führungskräften, die sich möglichst ähnliche Mitarbeiter „heranzüchten“: Dr. Evil und sein „Mini-Me“ aus Austin Powers. Life is stranger than fiction. Scheinen sich die beiden Autoren auch häufig zu denken. Hirnwäsche der gesundesten Art, lesen!
Ja, wo bloggen sie denn (die Chefs)?
23. Juli 2007 · von Carina Waldhoff · 3 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare
Autorin: Carina Waldhoff
Kleiner „Nachschlag“ zum Thema CEO-Kommunikation (Beitrag v. 20.07.) – auch PR-Blogger Klaus Eck hat die Rolke/Freda-Studie gesehen und stellt sich die Frage „Wo sind die bloggenden Chefs?“.
Hat mich auch neugierig gemacht. Das Siemens-Beispiel vom letzten Herbst, als Mitarbeiter Auszüge des (internen) Blogs an den Spiegel weitergeleitet haben, kann doch nicht alles sein. Also mal gucken, wer sich sonst noch für die Social Media öffnet. Da hätten wir einmal den Blog des AOL Deutschland-Geschäftsführers Torsten Ahlers – bei den Hamburgern gibt’s da wohl eine Tradition, auch sein Vorgänger Charles Fränkl bloggte schon. Die Resonanz: Ganz schön dünn für ein Unternehmen, das so sehr in der Öffentlichkeit steht. Die meisten Kommentare scheinen tatsächlich auf Einladungen/ Verlosungen o.ä. zu kommen.
Deutlich mehr und impulsiven Rücklauf kann da das DocMorris-Blog verzeichnen – wobei Gründer Ralf Däinghaus (Selbstbeschreibung: „Visionär im Rampenlicht“) aber auch, anders als Ahlers, nicht als Privatperson auftritt, sondern eher wie ein sehr rühriger Pressesprecher daherkommt. Bei der direkten Verlinkung von der DocMorris-Startseite und Gestaltung 100-prozentig im CD sind Kommentare in Dutzender-bis Hunderter-Regionen zumindest keine Überraschung – und in die Diskussionen, die zu klaren Slebstläufern werden, kann der Geschäftsführer wohl auch gar nicht mehr eingreifen.Aber für die wirklich interessanten CEO-Blogs müssen wir wohl doch immer noch ins „Land der begrenzten Unmöglichkeiten“ (Abwandlung Wir sind Helden) gucken: Der Blog von Jonathan Schwartz, Sun CEO, bietet wirklichen Mehrwert für alle möglichen Zielgruppen – Gimmicks für „Tecies“, ein paar hintergründige Gedanken jenseits der und über PR und schiere Unterhaltung, einfach gut gemacht.
Außerdem sehr empfehlenswert: Seth Godins Einsteigertipps für angehende CEO-Blogger: „Blogs work when they are based on: Candor, Urgency, Timeliness, Pithiness and Controversy (maybe Utility if you want six). Short and sweet: If you can’t be at least four out of the five things listed above, please don’t bother“… Also perfektes PR-Handwerk + echter Mehrwert + eine ordentliche Portion Charisma.
Sachdienliche Hinweise auf solche Vorzeige-Fälle gerne an mich!
Intranet/ Enterprise 2.0-Downloads bei Avenue A/ Razorfish
25. Juni 2007 · von Jörg Hoewner · 1 Minute Lesedauer · 1 Kommentar
Autor: Jörg Hoewner
Ob eine Agentur richtig cool ist, zeit sich häufig daran, wie souverän der Laden mit seinem Wissen umgeht. 😉 Ein positives Beispiel scheint mir Avenue A/ Razorfish: Die haben nicht nur ein interessantes Intranet (aus Opensource-Elementen zusammengebaut), sondern die bieten eine Reihe von wirklich interessanten Whitepaper-Downloads rund um das Thema Enterprise Solutions, also um Web2.o im Intranet bzw. „Old-School“ Intranet.
Besondes empfehlen möchte ich den Best Practise Report, daneben A Web2.0 Tour for the Enterprise und (schon älter) Value-Driven Intranet Design.
Klar ist das alles Eigen-PR, aber gut und nützlich gemacht. Das Workplace-Blog wird derweil nicht so fleissig bestückt.
Grenzen und Schwächen von Wikis in Organisationen
12. Juni 2007 · von Jörg Hoewner · 1 Minute Lesedauer · Keine Kommentare
Autor: Jörg Hoewner
Dennis Schoeneborn & Florian L. Mayer (Uni Weimar/ Uni Bamberg) bieten ihre Folien zum Thema „WikiWebsWikiWebsund die und die Organisation von Wissen. Anwendungsfelder und Wirkungsweisen eines neuen Mediums der öffentlichen und organisationsinternen Kommunikation.“ zum Download an.
Neben vielen einführenden Charts, wird es ab Chart 18 interessant („Besonderheiten des Wiki-Einsatzes in Organisationen“), Charts 19/20 („Schwächen und Grenzen“) und die Implikationen (Chart 26ff):
- Wiki-basierte Kommunikationsformen schaffen eine Beobachtbarkeit des Entstehungsprozesses organisationalen Handelns
- WikiWebs verändern das Verhältnis der Organisation zur eigenen Geschichtlichkeit
- Der Einsatz von WikiWebs verändert die kommunikative Legitimation von Entscheidung in Organisationen
Verwandte Beiträge zum Umgang mit den Herausforderungen vom Enterprise 2.0-Einsatz:
>>Präsentation: “Enterprise 2.0 – Web2.0-Technologien in Unternehmen aus Sicht der Kommunikation” zum Download
Zum Herunterladen: Präsentation Herausforderung „Web2.0 in der internen und externen Kommunikation“
7. Juni 2007 · von Jörg Hoewner · 1 Minute Lesedauer · 2 Kommentare
Autor: Jörg Hoewner
Untertitel: Kommunikative Herausforderungen und wie man damit umgeht
Den Vortrag habe ich vor dem AMC am 5.6. gehalten. Schwerpunkt meiner Ausführungen liegen im Bereich interner Kommunikation.
Die Datei ist ziemlich gross (13,5 MB). Download hier.
War in den letzten Tagen ein bisschen überlastet (davor Urlaub) und kam daher nicht zum Schreiben. Jetzt geht es wie gewohnt weiter. 😉