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Buchtipp: Social Media für Unternehmen. Das Praxisbuch für KMU. Von Stefanie Aßmann und Stephan Röbbeln

3. Dezember 2013 · von Jörg Hoewner · 2 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare

Kurzverdikt: Sehr empfehlenswert.
In „Social Media für Unternehmen“ wird dem Leser eine solide Grundlage für den Einstieg in eigene SoMe-Aktivitäten bereitet. Systematisch von Analyse, über Konzeption, Engagement und – schließlich schreibt auch Monitoring-Expertin Stefanie Aßmann – bis hin zur Erfolgskontrolle. Veranschaulicht an Beispielen und in Form von Diagrammen, zahlreichen Arbeitshilfen (Checklisten, Tool-Hinweisen, Links) gut vermittelt zum linearen Lesen und zum selektiven Nachschlagen.
Besser als in vergleichbaren Büchern behandelt finde ich die Kapitel bzw. Abschnitte über die Rolle von Social Media Managern, zur Vorbereitung zum Community Management, das Kapitel über Kundenservice und das über Innovation, weil hier auf Aufgabenstellungen eingegangen wird, die beim Social Media-EInsatz zentral sind, sonst eher stiefmütterlich behandelt werden.
Unglücklich finde ich im Untertitel („…für KMU“) die Ansprache der Zielgruppe aus kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU), weil es diesem Anspruch nicht gerecht wird. Die meisten gezeigten Case Studies und Beispiele finden sich aus dem Umfeld größerer Unternehmen (z.B. Post, Tchibo, Deutsche Bahn, Zalando). Gerade kleinere könnten bei solchen Beispielen eher leicht frustriert werden, obwohl es ein paar Beispiele wie  Facebook- und Twitternutzung eines Malerbetriebs gibt. Die Fragestellungen bei diesen Unternehmen sind eben ganz andere und Stichworte wie Employer Branding oder Innovationsmanagement, Monitoring klingen hier erst mal sehr abstrakt und sind von der Malerbetriebspraxis weit entfernt.
Trotzdem sehr empfehlenswert.
Das vorliegende Buch ist bei Galileo Computing erschienen und umfasst 390 Seiten.

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Best practice für Multiperspektivisches Storytelling: „Killing Kennedy“

27. November 2013 · von Jörg Hoewner · 1 Minute Lesedauer · Keine Kommentare

Seit einigen Tagen begeistert das National Geographic-Special kennedyandoswald.com bzw. „Killing Kennedy“ meine Kollegen von K12 (mich inbegriffen).

In der Website wird der Kennedy-Mord 1963 und die historisch-biographischen Hintergründe von Lee Harvey Oswald und John Fitzgerald Kennedy beleuchtet. Und das in einer inhaltlichen, visuellen und technischen Umsetzungsqualität, vor der man nur neidisch-anerkennend den Hut ziehen muss. Inwiefern?

  1. Weil sie ein sehr gutes Beispiel dafür ist, wie man eine Story aus mehreren Perspektiven aufbereiten, Verflechtungen aufzeigen und nicht-linear präsentieren kann.
  2. Weil sie zeigt, dass moderne Webtechnologien – und hier wird alles aus HTML5 und CSS herausgeholt (Parallax Scrolling und One pager inklusve) – eben nicht nur chique sind, sondern wirklich einen Quantensprung bei der Onlinevermittlung von Inhalten darstellen.
  3. Weil sie dabei auch noch Emotionen transportiert.

Anschauen, staunen, weinen.

Screenshot aus "Killing Kennedy"

Screenshot aus „Killing Kennedy“

Leseliste vom Wochenende: Für Geschichtenerzähler und Erbsenzähler

5. August 2013 · von Jörg Hoewner · 2 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare

Für die Inhaltsstrategen und Produzenten unter uns, zwei Empfehlungen aus dem PR-Blogger:

Tipps in Form von Anleitungen liefern verschiedene Kollegen, zu folgenden Themen:

Wird das eigentlich alles von Entscheidungsträgern in B2B-Kontexten gelesen, dem widmet sich Forrester.

Zum Thema Erbsenzählen –  Web Analytics & Social Media Monitoring – waren die letzten Wochen die Zeit der umfassenden Übersichten:

Flat Design nimmt Naldz Graphics unter die Lupe.

So weit, so schön. Aber nicht wirklich mehr aufregend. Wer sich positiv aufregen möchte, dem möchte ich ans Herz legen: „How mobile technology is transforming Africa

Content Marketing – oder warum Inhalt nicht gleich Inhalt ist

28. Juni 2013 · von Diana Diroll-Biergans · 3 Minuten Lesedauer · 3 Kommentare

Im Bereich „Corporate Publishing“ scheint es, ein Zauberwort zu geben. Content Marketing ist in aller Munde und wird als „die“ Zukunft des Corporate Publishing proklamiert. Damit eröffnet sich ein spannendes Thema für alle, die in der Kommunikationsbranche zu Hause sind. Grund genug, mich damit zu beschäftigen, was sich eigentlich hinter dem nebulösen Begriff verbirgt.

Ein Blick ins Internet und in einschlägige Fachmagazine zeigt schnell: Content Marketing regt zu Diskussionen an und es gibt viele kontroverse Meinungen dazu. Eine kurze Analyse des Begriffs hilft mir, mich dem Phänomen zu nähern. Da wäre einmal der Begriff „Content“, der bekanntermaßen „Inhalt“ heißt, und in der Kommunikation an und für sich nichts Neues ist. Mit Content sind heute Inhalte gemeint, die online bereitgestellt werden. Da eine Website nicht nur aus Text besteht, können auch Bilder, Filme und Audiodateien Content sein.

Wie man sieht, es gibt viele Möglichkeiten Inhalte zu kommunizieren. Doch viel wichtiger als die Frage nach dem „Wie“ erscheint mir die Frage nach dem „Was“. Der Knackpunkt liegt für mich im Gehalt der bereitgestellten Inhalte. Egal, ob Text oder Film, es reicht meiner Meinung nach nicht, nur leere Floskeln zu vermitteln. Auch die coolste App braucht irgendeinen Mehrwert. Gute Beispiele dafür sind die Apps der AOK und von VW. Sie zeigen, wie Apps auf die verschiedenen Interessen und Bedürfnisse von Usern ausgerichtet sein und diesen den Alltag einfacher machen können.

Ob zur Information oder Unterhaltung – Inhalte überzeugen mich dann, wenn ich mir sicher bin, dass sie auf stichhaltigen Fakten beruhen, mich interessieren und am besten in irgendeiner Weise einen Nutzen bieten. Reine Worthülsen machen mich skeptisch, da fehlt mir die Substanz. Solche Inhalte kann ich nicht ernst nehmen. Aber wenn ich das Gefühl habe, dass es sich bei den kommunizierten Botschaften um etwas Echtes handelt, lasse ich mich gerne drauf ein.

Ausgehend von meinen vorherigen Überlegungen sehe ich eine Marketingstrategie, die auf Content fußt, vor verschiedene Herausforderungen gestellt. Einmal halte ich es für entscheidend, Themen zu finden, die für die Zielgruppe wirklich wichtig sind und gleichzeitig den Interessen des Unternehmens gerecht werden. Dafür braucht man meiner Meinung nach jede Menge Fingerspitzengefühl und Kreativität. Zum anderen glaube ich, dass Inhalte – auch wenn diese u.a. höhere Verkaufszahlen als Ziel haben – redaktionelle Ansprüche erfüllen können. Dazu gehören in jedem Fall gründliche Recherche und Textsicherheit. Sich diesen Herausforderungen immer wieder aufs Neue zu stellen, macht redaktionelle Arbeit für mich besonders spannend.