Zehn Tipps, wie man Social Bookmarking, Tagging und Folksonomien in den Corporate Communications nutzen kann
30. Januar 2006 · von Jörg Hoewner · 1 Minute Lesedauer · Keine Kommentare
Autor: Jörg Hoewner Meinem Gefühl nach noch weit entfernt von der deutschen PR-Praxis, gibt Elisabeth Albrycht (New Communications Review) schon mal 10 Tipps, wie man Social Software produktiv im PR-Alltag einsetzen kann: Vom Trendwatching / Monitoring bis hin zum Einsatz in eigenen Onlineangeboten sind ein paar interessante Ansätze dabei. Lesen.
Das Ende von “Consumer generated content” in Deutschland? Teil II
19. Januar 2006 · von Jörg Hoewner · 2 Minuten Lesedauer · 1 Kommentar
Autor: Jörg Hoewner
Nachdem das Betreiben von Foren in Deutschland zu einer riskanten (oder kostspieligen) Unternehmung geworden ist (siehe „Das Ende von “Consumer generated content” in Deutschland?“), droht nun auch Gefahr für ein Projekt wie „Wikipedia“: Der Spiegel Online berichtet von einer einstweiligen Verfügung gegen Wikipedia in Deutschland, die den Effekt hat, dass die Domain Wikipedia.de vorläufig nicht genutzt werden kann. Nun sind einstweilige Verfügungen noch keine Urteile.
Aber es ist wieder einmal ein Signal mehr ins In- und Ausland: Sollte man das Risiko eingehen, ausgerechnet in Deutschland innovative Anwendungen und/oder Businessmodelle aufzubauen, hier zu hosten, etc.?
Oder mache ich das gleich im Ausland, in Sicherheit vor den deutschen Behörden? Dem deutschen User ist das nicht so wichtig – so lange er auf solche Angebote zugreifen kann. Nun ist ja auch das Zugänglichmachen von „illegalen“ Inhalten rechtlich nicht umumstritten: Muss bald auch mein Provider den Zugriff auf de.wikipedia.org sperren, weil dort Inhalte zugänglich sind, die hier nicht rechtskonform sind? Sehe ich zu schwarz?
Verwandte Beiträge dazu:
>>Das Ende von “Consumer generated content” in Deutschland?
Web-Advertising wächst!
15. Januar 2006 · von Frederik Bernard · 1 Minute Lesedauer · Keine Kommentare
Autor: Frederik Bernard | FBKB
Einer Studie der Credit Suisse First Boston (New York/USA) zufolge wird der amerikanische Online-Werbemarkt in den nächsten Jahren drastisch wachsen. In 2006 soll das Investitionsvolumen um satta 32% wachsen auf knapp 17 Milliarden Dollar! Die bisherigen Wachstumsprognosen von TNS media intelligence (lagen bei 21 Prozent und knapp 15 Milliarden Dollar) wurden damit deutlich nach oben korrigiert. Trendbereiter unter den Werbeformen bei dieser Entwicklung sind mit über 60% interaktive und/oder animierte Formate.
Buchtipp: Christian Belz (Hg.): Logbuch Direktmarketing. Vom Mailing zum Dialog-Marketing
10. Januar 2006 · von Jörg Hoewner · 1 Minute Lesedauer · Keine Kommentare
Autor: Jörg Hoewner
Kurzverdikt: Lesenswert
Das von einem St.Gallener Autorenteam rund um Christian Belz verfasste Werk, gibt auf über 400 Seiten einen umfassenden und gut strukturierten Überblick über die Einbettung von Direkt- bzw. Dialogmarketing (DiMa) in das Marketing, über Konzepte, CRM, über die Basics von DiMa und das Outsourcing von DiMa. Es ist mit zahlreichen Fallbeispielen angereichert, trotzdem fehlt mir in dem Buch das eigentliche „Fleisch“, wenn es um operatives Direktmarketing geht: Also, welche Instrumente können eingesetzt werden? Welche Vorteile bietet dieses oder jenes Instrument gegenüber anderen? Welche Responseinstrumente lassen sich einsetzen, gibt es Benchmarks? Etc. Diese eher praktisch nutzbaren Fragen werden leider nicht oder nur sehr oberflächlich beantwortet. Daher wird der Anspruch des Buches nicht ganz eingelöst („Orientierung an Visionen sowie an konkreten Nutzenvorteilen für die Praxis“). Aber trotzdem lesenswert.
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Stakeholder-Einfluss messen: Ein Ansatz
7. Januar 2006 · von Jörg Hoewner · 2 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare
Autor: Jörg Hoewner
Einen interessanten Ansatz, den Einfluss von Stakeholdern auf Themen, Marken, etc. zu messen, hat das britische Beratungsunternehmen Onalytica erarbeitet. Onalytica ist spezialisiert auf soziologische Netzwerkanalysen und hat dazu ein eigenes Set von Tools entwickelt:
Die Grundidee wurde übernommen von den Zitationsindizes, die man aus dem akademischen Bereich kennt. Kurz zusammengefasst besagen diese, dass diejenigen Wissenschaftler, die häufig zitiert werden, gleichzeitig die Einflussreicheren sind. Übertragen auf den nicht-akademischen Bereich wären also die häufiger zu einem Thema zitierten Stakeholder (z.B. Medien, einzelne Personen, NGOs, Mitarbeiter, Weblogs), die mit dem meisten Einfluss.
Onalytica wertet bei der Stakeholder-Analyse Internetquellen aus, was den ganzen Prozess erst handhabbar macht: Mittels eines Webcrawlers werden Keywörter, Zitate und Links von unterschiedlichsten Quellen erfasst und damit einer statistischen Analyse zugänglich gemacht. Das Ergebnis:
- Stakeholder (von denen man vielleicht noch gar nichts gewusst hat) werden identifiziert
- Deren Einfluss quantifiziert
- Beziehungen zwischen den Diskussionsteilnehmern werden mittels einer „Network Map“ visualisiert
So ergeben sich im Ergebnis neue Ansatzpunkte für die Kommunikationsarbeit: Auf welche Stakeholder konzentriere ich meine Ressourcen? Welche Stakeholder muss ich besonders intensiv beobachten? Etc.
Sicherlich ist die Methode nicht unkritisch: Auch die sog. Zitationsindizes sind ja nicht unumstritten. Auf der anderen Seite gibt es kaum Alternativen und die Methode ist immer noch valider als die damit konkurrierenden subjektiven (und unvollständigen) Einschätzungen von Kommunikationspraktikern darüber, wer nun wichtig / unwichtig bzw. beobachtenswert/nicht beobachtenwert ist.
Einige weiterführende Links zum Ansatz:
- Das Blog von Onalytica
- Das Whitepaper „Measuring the influence of stakeholders on an issue, cause, brand, institution, or company. “ (PDF; 1,1MB)
- Ein sehr interessantes Anwendungsbeispiel: Auf billinfluence dokumentiert Onalytica, welche Stakeholder Gesetzgebungsverfahren in Großbritannien beeinflussen.
Verwandte Beiträge dazu:
>>Soziale Nodes
>>Reputationssysteme und Web 2.0 / Reputationsmessung on line