Dienstleistungswüste Kommunikation
7. August 2007 · von Jörg Hoewner · 1 Minute Lesedauer · 2 Kommentare
Autor: Jörg Hoewner Diese Antwort bekam meine Frau per Mail, nachdem sie bei einem Streaming Media-Dienstleister bezüglich eines Angebots angefragt hatte. Ihr Fehler: Sie hat auf Englisch angefragt (in so manchem Unternehmen soll das – so habe ich gehört – offizielle Geschäftssprache sein), was natürlich einem Land, das 45% seines BIP mit dem Export von Gütern ins Ausland erwirtschaftet, total unüblich ist:
„Sehr geehrte Frau …, sehr geehrte Damen und Herren, zunächst bin ich ein wenig erstaunt über Ihre englische Anfrage. Da sie in Deutschland angesiedelt sind, bitte ich sie Ihre Anfrage entsprechend in deutscher Sprache zu rekonstruieren. Aufgrund unserer internationalen Kontakte ist uns englische Korrespondenz nicht fremd, sehen aber zum jetzigen Zeitpunkt keinen Anlass, Anfragen deutscher Unternehmen in englischer Sprache zu beantworten.“
Ohne Worte.
Studie: Chef-Kommunikation wird immer wichtiger
20. Juli 2007 · von Carina Waldhoff · 3 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare
Autorin: Carina Waldhoff
Das PR-Journal stellte gerade in Kürze eine Studie von Lothar Rolke und Melanie Freda (FH Mainz) vor, nach der „die Menschen die Gesichter der Wirtschaft sehen wollten“. Befragt wurden die 500 größten Unternehmen in Deutschland bzw. deren Kommunikationsabteilungen.
Nur ein paar der Kernaussagen: Über 90 Prozent der Kommunikations-Chefs sind davon überzeugt, , dass die öffentliche Akzeptanz des Vorstandsvorsitzenden durch die Medienberichterstattung bestimmt wird, Chef- und Unternehmensimage wiederum beeeinflussen sich zu fast 70 Prozent, die Kommunikationsabteilungen verwenden ca. 20 Prozent ihrer Arbeitszeit auf die Positionierung ihrer Chefs, die wiederum nach eigenenr Aussage ein Fünftel ihrer Arbeitszeit für Kommunikation einsetzen. beim letzten Punkt vermute ich jedoch, dass das Kommunikationsverständnis dieser Chefs nicht viel mit professioneller Kommunikation zu tun hat und ihre 40 Prozent interne Kommunikation einen guten Teil an Arbeitssitzungen etc. einschließen.
Weil die Öffentlichkeit den tatsächlichen Geschäftsverlauf ohnehin nicht beurteilen könne, seien die wichtigsten Eigenschaften eines Chefs „Überzeugungskraft“, „Vertrauenswürdigkeit“ und „Durchsetzungsvermögen“. Charismatische Faktoren also, die in der Öffentlichkeit gut ankommen. Der Ruf der Unternehmensleiter beeinflusse den des Unternehmens immens. (Schöne Gegenpole zur Verdeutlichung sind „Peanut-Kopper“ und „Victory-Ackermann“, die das Image der Deutschen Bank wohl nachhaltig beschädigt haben, und dagegen ein relativ unbeschriebenes Blatt wie Peter Löscher, der dem Affären-gebeutelten Siemens-Konzern zumindest eine kleine Feuerpause in den Medien zu bescheren scheint.)
So, und jetzt die unvermeidbare Prognose: „An Bedeutung zunehmen werden (Auszug) das Internet (79 Prozent), Mobile Dienste (65 Prozent), Weblog des Unternehmens-Chefs (37 Prozent).“ Sagen die Kommunikationsabteilungen. Und da mal ein Schwenk zum aktuellen PR-Trendmonitor von news aktuell: Ca. 63 Prozent aller Pressestellen sagen, sie hätten von Web 2.0-Anwendungen maximal gehört, würden sich jedoch nicht damit auskennen (bei PR-Agenturen liegt dieser Prozentsatz zumindest unter 50 Prozent).
Und zum Thema „bloggende Chefs…“. Da gibt’s wohl noch einiges zu tun – in den Pressestellen werden die meisten Mitarbeiter wissen, wie schwierig es sein kann, nur O-Töne für die Medien abzustimmen oder den charismatischen Vorsitzenden (selbst, wenn er es denn tatsächlich ist) zum TV-Interview zu bewegen. Und das sind alles noch Auftritte mit „Trainingsmöglichkeiten“, Vorbereitung, Abstimmung … ein Netz mit doppeltem Boden gegen die offenen Flanken, die ein echtes CEO-Blog bietet.
Web 2.0 Framework
26. Juni 2007 · von Jörg Hoewner · 1 Minute Lesedauer · Keine Kommentare
Autor: Jörg Hoewner
Das Future Exploration Network bzw. Ross Dawson haben ein Web 2.0 Framework veröffentlicht, in dem zentrale Aspekte der Web 2.o in übersichtlicher Form visualisiert und erläutert werden. Wie schon „The Future of Media“ wird das Werk in einer Creative Commons-Lizenz verbreitet. Was fehlt? Auf den ersten Blick nicht viel, ausser vielleicht die Basis: „Soziales Kapital“. Geht es darum nicht beimWeb 2.0? Ansonsten würde ich diese Grafik vielen anderen Web2.0-Illustrationen vorziehen.
Web 2.0 in der Kulturwirtschaft
13. Juni 2007 · von Carina Waldhoff · 2 Minuten Lesedauer · 3 Kommentare
Autor: Carina Waldhoff
Ein Wirtschaftszeig tastet sich langsam an Social Media ran: Das Kulturmanagement-Magazin, wahrscheinlich wichtigste Publikation für Kulturmanager und damit viele Marketing- und PR-Profis der Kulturwirtschaft, legt in seiner aktuellen Ausgabe einen Schwerpunkt auf „Technologien“.
Interessant und aufschlussreich fand ich den Artikel von Christian Henner-Fehr auf S. 6: „Weblogs: Ein Thema für Kunst- und Kultureinrichtungen?“. Nicht wegen der aufgezeigten Möglichkeiten, da ist nichts Überraschendes dabei, sondern a. wegen der erfrischend ehrlichen Ratschläge („Wenn Sie jeden Tag vor dem Computer sitzen und nicht wissen, was Sie schreiben sollen, lassen Sie es wohl besser bleiben“) und vor allem, b.: Warum nutzt eine Branche, die so nah mit dem Medienbereich (ganz zu schweigen von Medienkunst) verwandt ist und so dringend auf neue Kommunikationsformen mit einem (wohl überdurchschnittlich involvierten) Publikum angewiesen ist, Social Media nicht schon längst viel intensiver?
Der Autor „beschwert“ sich letztlich auch darüber, dass unter den deutschen „Top 100“-Blogs der Kunst- und Kulturbereich noch gar nicht vertreten sei. Das sollte sich ändern lassen. Oder?
Zum Herunterladen: Präsentation Herausforderung „Web2.0 in der internen und externen Kommunikation“
7. Juni 2007 · von Jörg Hoewner · 1 Minute Lesedauer · 2 Kommentare
Autor: Jörg Hoewner
Untertitel: Kommunikative Herausforderungen und wie man damit umgeht
Den Vortrag habe ich vor dem AMC am 5.6. gehalten. Schwerpunkt meiner Ausführungen liegen im Bereich interner Kommunikation.
Die Datei ist ziemlich gross (13,5 MB). Download hier.
War in den letzten Tagen ein bisschen überlastet (davor Urlaub) und kam daher nicht zum Schreiben. Jetzt geht es wie gewohnt weiter. 😉