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So fern und doch so nah: Podcast-Marketing während der COVID-19-Krise

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Von Saskia Kaufhold und Verena Waldbröl

Unseren Blogbeitrag zum Thema Podcast Marketing in Corona-Zeiten gibt’s natürlich auch im Hörformat. Lautsprecher an! Den Beitrag in Textform findet ihr zum Nachlesen direkt darunter.

 

Und plötzlich war Corona. Für die Stadtsparkasse Düsseldorf eine riesige Herausforderung, denn während viele Mitarbeitende von jetzt auf gleich mobil arbeiten sollten, musste die Stadtsparkasse für Privat- wie Firmenkunden weiterhin nahbar sein, flexibel bleiben und einen hohen Aktualitätswert liefern – jeden Tag aufs Neue und unter teils täglich veränderten Rahmenbedingungen. Das verlangte der Kommunikation viel ab: Prozesse mussten aufgebrochen, umgeworfen und neugestaltet werden, intern wie extern. So galten plötzlich auch für den geplanten Podcast #DigiDUS der Stadtsparkasse völlig neue Voraussetzungen. Gemeinsam mit Jeannine Malcherek-Wirtz von der Stadtsparkasse haben wir Konzept und Themenplan für den Podcast entwickelt – und letzteren gleich wieder „verworfen“.

Podcast funktioniert auch remote

Mit #DigiDUS positioniert sich die Stadtsparkasse Düsseldorf als Digitalisierungs-Experte für ihre Kunden: Authentische Interviews, Best Practices und Tipps von BeraterInnen vermitteln praxisnahes Wissen rund um die Digitalisierung an die Sparkassen-Kunden.

„Digitale Kommunikation bietet einfach so viele Möglichkeiten. Für uns als Stadtsparkasse Düsseldorf ist es wichtig, dabei immer neue Wege zu gehen und neue Kanäle auszuprobieren, um Erfahrung zu sammeln“, so Jeannine Malcherek-Wirtz. „Die Voraussetzung dafür sind, dass das Ganze zu den Inhalten, den Themen und Anlässen passt. In diesem Fall hat sich für uns gezeigt, dass der Podcast genau vor diesem Hintergrund und auch vor dem Hintergrund des strategischen Ansatzes, den wir in der B2B-Kommunikation haben, das perfekte Medium ist – und uns hilft, unsere Ziele zu erreichen.“

Doch wie O-Töne aufnehmen, wenn sich Abstandsregeln im Podcast-Studio kaum einhalten lassen? Da zeigt sich der große Vorteil des Mediums: Podcasts sind flexibel in der Gestaltung, können spontan angepasst werden und sind dennoch sehr authentisch. Die Aufnahmen müssen nicht gemeinsam an einem Ort entstehen, sie funktionieren genauso, wenn die SprecherInnen und InterviewpartnerInnen im Homeoffice oder unterwegs sind. Gleichzeitig können Podcasts gerade in Zeiten verordneter Distanz und wenig(er) Kontaktmöglichkeiten Nähe schaffen: Der Hörer ist mit den SprecherInnen „allein“ und kann das Format nutzen, wann und wo immer es passt.

Jeannine Malcherek-Wirtz: „Sicher ist es eine Herausforderung einen Podcast aufzuzeichnen, wenn, wie jetzt, viele mobil arbeiten. Das ist natürlich anders, als wenn ich mit meinem Interviewpartner in einem Raum sitze und einen Dialog führe. Aber es gibt so viele technische Hilfen und Wege, dass es letztendlich kein Problem ist. Viel wichtiger als die Technik ist der der Blick auf den Interviewpartner: Was passt zu den individuellen Bedürfnissen? Wer ist wie am besten erreichbar? Was gibt es für technische Voraussetzungen?“

Vorteile von Podcasts

Bei den Kunden kommt das Ergebnis gut an – obwohl beziehungsweise gerade weil es kein Unterhaltungsformat ist, sondern den Kunden Wissen mit auf den Weg gibt. „Das Feedback auf unseren Podcast war intern wie extern durchweg positiv – natürlich auch gepaart mit einer gewissen Neugierde: ‚Was kommt da eigentlich?‘“ berichtet Jeannine Malcherek-Wirtz. „Wir haben keinen Unterhaltungspodcast gemacht, es geht bei uns um klare Ziele und Inhalte. Es hat sich gezeigt, dass sich Dinge über diesen Kanal viel besser erklären lassen, vor allem auch sehr viel glaubwürdiger, als es in anderen Kanälen möglich ist.“

In der Krise handlungsfähig bleiben

Das Fazit: Auch wenn Corona beinahe jeden Lebensbereich auf den Kopf gestellt hat, bleiben den Kommunikatoren im Unternehmen ihre Mittel, um handlungsfähig zu bleiben. Das heißt, um einen hohen Aktualitätswert zu liefern und echten Mehrwert für Kunden, Mitarbeitende und andere Adressaten zu schaffen. Ein Medium, das dafür ideale Möglichkeiten bieten, sind Podcasts. Und zwar aus drei Gründen: Erstens, Podcasts lassen sich mit wenigen technischen Mitteln umsetzen. Sie bieten, zweitens, die Möglichkeit, Nähe und Authentizität zu vermitteln. Und sie sind schließlich, drittens, auch über Distanz und ohne physische Zusammenkunft realisierbar.

Autor: Verena Waldbröl

Verena Waldbröl ist Redakteurin bei K12 – Agentur für Kommunikation und Innovation in Düsseldorf. Ob Interne oder Externe Kommunikation, Change Kommunikation oder Social Media – schöne Worte findet sie für alles. Am liebsten aber weckt sie bei den KollegInnen die Lust am kreativen Schreiben.

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