Kommunikationstrends

Motor für profitables Wachstum

10. November 2005 · von Jörg Hoewner · 3 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare

Autor: Jörg Hoewner Vorgestern habe ich mir die „absatzwirtschaft“-Sonderausgabe zum deutschen Marketing-Tag 2006 beschafft. Im Blick (beim Durchblättern im Buchladen) hatte ich vor allem zwei Beiträge: „Drei Schritte zum ROI“ (es geht um den Marketing-ROI) von McKinsey und „What´s“ next? Welche Trends die Kommunikation demnächst prägen“. Ich hätte intensiver blättern sollen – vor dem Kauf. Denn die mich interessierenden Artikel enthielten wenig von Substanz. Die Kurzfassungen: Kurzfassung 1: Drei Schritte zum ROI: Budgettransparenz herstellen, Sicherstellung effektiver / effizienter Budgetverwendung, Konsequente Umsetzung…. — Mir ist bewusst, dass die Implementierung von Marketingcontrolling wesentlich komplexer und schwieriger ist als man es auf wenigen Seiten darstellen kann. Allein, um mir ein McKi („Mäcki“)-Beitrag von geringer Praxis- und Theorierelevanz durchzulesen, bezahle ich nicht gerne 11,50 EUR. Die gibt es kostenlos on line. Und sind umfangreicher. MCKinsey Quarterly ist ja eigentlich auch ganz cool. Aber die Grafik habt Ihr Euch schön ausgedacht, die ist schon beeindruckend. Kurzfassung 2: Welche Trends die Kommunikation demnächst prägen? Werbung schrumpft. Fernsehen steht „unter enormen Druck“. HDTV ist wichtig. Der demografische Wandel hat Folgen für die Medien. That´s next? Nothing more? Aber die Anschaffung hat sich dann doch gelohnt: Im Heft interessant war für mich vor allem der Artikel „CEOs nehmen das Marketing in die Pflicht“ (Autor: Dr. Wendelin Müller von Droege & Comp), weil darin über eine Studie von Droege & Comp berichtet wird, in der Erwartungen von CEOs an das Marketing und von Marketingverantwortlichen an das Marketing beleuchtet werden. Die Ergebnisse haben es in sich: Denn in den meisten Fällen scheinen CEOs dem Marketing mehr Kompetenz, Einfluss im Hinblick auf Strategie, Produktentwicklung / Produktpolitik zugestehen zu wollen, als die Marketingverantwortlichen haben wollen. Wörtlich:

„Können wir von Unternehmensleitern, denen wir so gerne eine geringe Marketingaffinität zuschreiben, Erwartungen hinsichtlich eines integrierten Marketingmanagements erhoffen, wenn selbst der Marketer sich nur für eine Marketingfacette (gemeint ist die Kommunikation, Anm. d. Verf.) zuständig sieht?“

Das Ist eine rhetorische Frage, oder?

Die Zukunft der PR 2030?

6. November 2005 · von Jörg Hoewner · 1 Minute Lesedauer · Keine Kommentare

Autor: Jörg Hoewner

Brendan Hodgson von Hill & Knowlton Canada wurde aufgefordert, von einem auf den anderen Tag vorherzusagen, wie seine Agentur wohl 2030 arbeiten wird, sprich, wie PR dann wohl aussieht. Ich finde das ganz unterhaltsam und vielleicht wird ja sogar das etwas davon so stattfinden.

Der Artikel: A Glimpse into the Future of PR….

Reality Check: Ich würde gerne wissen, wie man sich 1980 die Zukunft der PR vorgestellt hat. Was ist davon eingetroffen? Hat darüber jemand was?

Verwandte Beiträge dazu:
>>Online-PR-Trends
>>Geobasierte Kommunikation?

Ning: Social Software selber machen

26. Oktober 2005 · von Jörg Hoewner · 1 Minute Lesedauer · Keine Kommentare

Autor: Jörg Hoewner

Ning (http://www.ning.com) ist ein Tool, mit dem man selber Social Software bauen kann: Sein eigenes Flickr, del.icio.us, etc.. Die Plattform ist Open Source und offen für jedermann. Klingt sehr interessant. Auf jeden Fall gibt es schon eine ganze Reihe von Anwendungen, die dort präsentiert werden, es scheinen schon über 500 Anwendungen zu sein, viele jedoch im Entwicklungsstadium: Vom Tool, in dem sich Bulgaren in den USA austauschen können (eine Art Forum) bis hin zu zu einer Mac-Wunschliste.
Interessant auch der Ansatz, dass jede Anwendung auf den Quellcode einer anderen Anwendungen zugreifen kann, d.h. viele Menschen entwickeln völlig ungeplant nebeneinander her viele Anwendungen und trotzdem werden Synergien zwischen den Entwicklern geschaffen. Bookmarken.

Buchtipp: Ansgar Zerfaß / Dietrich Boelter: Die neuen Meinungsmacher

18. Oktober 2005 · von Jörg Hoewner · 2 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare

Autor: Jörg Hoewner

Kurzverdikt: Lesenswert

Der Untertitel: Weblogs als Herausforderung für Kampagnen, Marketing, PR und Medien.

Auf gut 190 Seiten im kompakten Format (eignet sich hervorragend zur U- und Strassenbahn-Lektüre) geben die Autoren (mehr zu den Autoren hier) einen Überblick über die Merkmale von Weblogs, die Soziodemografie der Rezipienten und Betreiber, die Dynamik der Blogosphäre, deren Rolle in medialen Prozessen und schliesslich über deren Einsatzmöglichkeiten für die Unternehmenskommunikation.

Gut gefallen hat mir die Systematisierung des Phänomens Weblogs: Wer sich einen gut gegliederten Überblick über das Thema wünscht, ist hier genau richtig. Gut auch, dass viele Beispiele das Geschriebene veranschaulichen und gut ist auch, dass die beiden Autoren ein begleitendes Weblog zum Buch betreiben (Das – das „Meinungsmacherblog“.
Gut gelungen ist ebenfalls die umfangreiche Quellenliste, die sowohl Onlinequellen aufzählt als auch zahlreiche Literaturhinweise.
Weniger gut gefallen hat mir, dass mögliche Einsatzbereiche von Blogs, deren (unterstellte) Wirkungen als Medium nicht wirklich hinterfragt werden. Ja, man kann alles mögliche mit Blogs anstellen: Aber muss man das immer und ist es wirklich das beste Instrument, um z.B. Wissen zu teilen, zu kollaborieren oder den Kundenservice zu unterstützen?

Für Leute, die sich mit dem Thema beschäftigt haben, bietet das Buch wenig Neues, aber (ich denke) das mag wohl auch nicht der Anspruch des Buches sein. Nutzen Sie es als Nachschlagewerk. Für 12 EUR ist die Anschaffung für jeden, der sich mit dem Thema beschäftigt, ein „No-Brainer“.

Das Buch berücksichtigt aktuelle Literatur und Studien bis etwa Mitte 2005 und damit (noch) sehr aktuell.

Die Daten im Überblick:
Graz: Nausner & Nausner
September 2005, 192 S.
ISBN 3-901402-45-4, EUR 12.-

Bestellen kann man es hier.

Marketingtrends 2010

16. Oktober 2005 · von Jörg Hoewner · 2 Minuten Lesedauer · 3 Kommentare

Autor: Jörg Hoewner

In der aktuellen W&V (Ausgabe vom 16.10.2005) ist eine Beitragsreihe zur „Zukunft des Marketing“ gestartet. Im ersten Beitrag geht es um den Einflussverlust des Marketing, der einhergeht mit einem Problem der Glaubwürdigkeit. Das Glaubwürdigkeitsproblem resultiert daraus, dass es vielen Marketingverantwortlichen schwer fällt, einen konkreten Wirkungsnachweis ihrer Arbeit in konkreten Zahlen vorzuweisen. Kurzum: Das Marketing spricht häufig eine andere Sprache als Controller oder die CEOs.

Der Befund bestätigt meine These, dass sich die Kommunikation, die PR oder auch das Marketing zu sehr auf die weichen Faktoren fokussiert. Es ist klar, dass sich nicht alle Kommunikationswirkungen in Euro und Cent fassen lassen, es geht um eine gesunde Balance zwischen Zahlenfixiertheit und – wie soll man das nennen – „kreativem Output-Fixiertheit“. Hier neigen viele Kommunikatoren eher zum Letzteren. Auch darauf geht der Beitrag ein.

Die Folge ist, dass eine Umschichtung von Kommunikationsbudgets stattfindet hin zu Instrumenten, die leichter messbar sind: Mehr Direktmarketing, mehr Online-Marketing, weniger klassischer Werbung.
Weitere Trends in der W&V („Marketingtrends 2010“):

  • Der Kunde rückt in den Mittelpunkt: Mehr Orientierung an den Wünschen: Zuhören, nicht Zumüllen!
  • Profit vor Volumen: Marktanteile treten in den Hintergrund, Erlöse von einzelnen Marken / in einzelnen Segmenten in den Vordergrund.
  • Marketing wird technischer: Mehr elektronisches Marketing (wegen Messbarkeit und Zielgruppenaffinität)
  • Mehr Marketing-Controlling und Wirknachweis.