Mit Wort und Tat: So bauen Unternehmen Vertrauen auf
11. November 2024 · von Britta Neisen · 4 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare

Trump ist Präsident. In Deutschland wird neu gewählt. Und der Wirtschaft ging es auch mal besser. Schon in der VUCA-Wirklichkeit angekommen? Hinter dem Kürzel verbirgt sich die Erkenntnis, dass unser Leben von Schwankungen, Ungewissheit, Komplexität und Mehrdeutigkeit geprägt ist – ein echter Downer für unser Gefühl, in der Welt zu Hause zu sein. Genau das bräuchte es aber, um angstfrei in die Zukunft zu blicken, Ideen zu entwickeln und Pläne umzusetzen. Viele Unternehmen machen sich deswegen Gedanken, wie sie das Grundvertrauen stärken. Und die Kommunikation spielt dabei eine besondere Rolle.
Weiterlesen →Gut gefragt ist halb gewonnen
15. August 2024 · von Katja Krüger · 6 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare

Mit unserem Matchmaking-Prozess fragen wir einfach und spielerisch ab, vor welcher kommunikativen Herausforderung potenzielle Kund:innen stehen. So können wir ihre Beratungsbedürfnisse individuell erkunden und noch besser darauf eingehen. Weil das Tool bei uns so hervorragend funktioniert, bieten wir es auch anderen Unternehmen für ihre eigenen Einsatzzwecke an. Das Ziel: langweiliges und unpersönliches Ausfüllen von Kontaktformularen durch ein informatives Frage-und-Antwort-Spiel ersetzen.
Weiterlesen →Wie Inklusion Unternehmen voranbringt: 4 gute Gründe für barrierefreie Websites
15. August 2024 · von Helena Milas · 6 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare

Am 28. Juni 2025 tritt ein Gesetz mit kompliziertem Namen in Kraft: das Barrierefreiheits-Stärkungsgesetz (BFSG). Es zielt darauf ab, allen Menschen die Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zu ermöglichen und vor allem digitale Barrieren abzubauen. Für Unternehmen bringt das Gesetz aber nicht nur Pflichten mit sich, sondern es birgt auch Potenziale.
Weiterlesen →Buchtipp: „Das Ende von Social Media“ von Dominik Ruisinger
13. August 2024 · von Joerg Hoewner · 5 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare
Kurzverdikt: Sehr lesenswert.
Spoiler: Es geht nicht um das Ende von Marketing / Kommunikation in / mit Social Media bzw. den Plattformen, die wir mit dem Begriff assoziieren.
Ja, der Titel ist aufmerksamkeitsstark. Aber um so wichtiger war mir, mich mit den Thesen in dem Buch auseinanderzusetzen. Und Dominik Ruisinger habe ich als Autor von guten Fachbüchern abgespeichert, schon 2007 hatten wir hier eine Buchbesprechung zu „Online Relations“.
Worum geht es darin? Vor allem um das „Soziale“ in Social Media, d.h. Ausgangspunkt ist die (nachvollziehbare) These, dass sich Social Networks, wie wir sie ursprünglich kennengelernt haben, weg von der Vernetzung von Menschen (Freunde, Familie, Geschäftsbeziehungen) hin zu inhaltszentrierten Plattformen entwickelt haben, bei denen es vor allem darum geht, Menschen durch den Konsum von Inhalten lange auf den Plattformen zu halten. Also weg von „Ich gucke mal, was mein Schulfreund gepostet hat“, hin zu Videos, von denen die Plattform xy glaubt, dass sie mich mehr interessieren. Und das lässt sich auch nachweisen, denn nur noch ein kleiner Teil der Inhalte, die die Nutzer sehen, stammt aus dem Netz und so gut wie kein organischer Content mehr von Kanälen, denen man folgt.
Das ist im Grunde nicht neu, aber gut finde ich die überzeugende Herleitung inklusive der Untermauerung der Thesen mit Zahlen und Fakten.
Hier die Kernpunkte:
- Mit der Idee der sozialen Netzwerke ist der sogenannte Social Graph entscheidend dafür, welche Inhalte mir ausgespielt werden.
- Inhalte statt Personen: Die Bedeutung des Social Graph hat in den letzten Jahren abgenommen, vielmehr dominieren in den persönlichen Newsfeeds Inhalte, zu denen die Nutzer eine hohe Affinität („Interest Media“) und ein hohes Engagement haben – das sind meist Quellen, die stark personalisiert sind (Influencer etc.) oder emotionalisieren. Inhalte aus dem Netz werden dementsprechend seltener ausgespielt, mit der Folge, dass auch die Motivation der User sinkt, eigene Inhalte zu generieren.
- Ein extremes Beispiel, an denen sich auch Meta ein Beispiel genommen hat, ist TikTok: Hier spielt das Netzwerk nur eine geringe Rolle, ausgespielt wird das, was inhaltlich affin ist.
- Parallel dazu gehen organische Reichweiten von Unternehmenskanälen stärker zurück – sie sind heute quasi nicht-existent (siehe z.B. Widely Used Content Report oder The Evolution of your LinkedIn-Feed) – mit der Folge, dass Unternehmen und Organisationen auf Paid Social / Sponsored Content setzen müssen.
- Dazu kommt, dass die privaten Austausche zunehmend in die private Räume – Messenger-Plattformen, Gruppen etc. – ausweichen. Das „Social“ wird zu „Dark Social“.
- Wenn jetzt noch mehr synthetische Inhalte und KI-Influencer um Aufmerksamkeit buhlen, wird der Raum immer enger.
- Es gäbe interessante Networks, die das „Soziale“ wieder beleben wollen, diese sind allerdings eher was für Nerds, siehe Mastodon, BlueSky und Co. oder für sehr eng gefasste Zielgruppen.
So weit die Vogelperspektive. Eine einfache Lösung gibt es nicht für Unternehmen, sondern die Empfehlung von Ruisinger ist, sich stärker zurückbesinnen auf „Owned“ und „Earned“-Kanäle, d.h. auf die Instrumente der integrierten Kommunikation. Das klingt nicht sexy, aber ist eine logische Konsequenz. Plus, er sagt ja nicht, dass Unternehmen sich nicht mehr auf den relevanten Plattformen engagieren sollen, aber er plädiert für eine andere Ausrichtung hin zu mehr Vernetzung mit anderen Kanälen und eine Verlagerung von Energien.
Mein Take? Ich kann die Argumentation nachvollziehen und sehe in der Argumentation viele valide Punkte, allerdings sehe ich auch, dass wir über LinkedIn, Instagram und Co immer noch viele Leute erreichen können, die wir über alternative Wege viel, viel schlechter erreichen können, weil sie eben – wie Websites, Publikationen usw. – viel „Pull“-abhängiger sind als Social. Social Media-Marketing ist nicht am Ende, es ändert sich nur. Vielleicht sollten wir den Begriff „Social“ einfach streichen. Nennen wir es besser „Content Marketing“.
Das Buch ist gut lesbar, ansprechend gestaltet und bei knapp 200 Seiten gut für eine Wochenendlektüre.
Buchtipp: „KI 2041 – Ten Visions for our Future“ von Kai-Fu Lee und Chen Quifan
3. Juli 2024 · von Joerg Hoewner · 3 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare
Kurzverdikt: Sehr lesenswert.
Das vorliegende Buch habe ich auf dem Buchstand der re:publica 2024 (also bei Dussmann) erstanden, nachdem es mich dort freundlich angelacht hat und ich im Moment sowieso viel Literatur aus China lese, um mehr über die dortige Ideengeschichte und andere Denkweisen zu erfahren.
Vor allem aber fand ich das Konzept spannend, denn das Buch ist eine ideale Synthese aus Science UND Fiction – in 10 Science-Fiction Kurzgeschichten werden Aspekte einer möglichen KI-Entwicklung veranschaulicht, nach jeder Kurzgeschichte (jede so 20-30 Seiten lang), erfolgt eine fundierte Einordnung der Entwicklungen / Trends im Bereich KI und Technologie, die Hintergrund dieser Story sind und beleuchten somit die Wahrscheinlichkeit der beschriebenen Entwicklung.
Die Kombination beider Autoren macht die Sache so spannend: Kai-Fu Lee ist seit langem ein „Thought Leader“ rund um das Thema KI, ein Investor und Unternehmer, während Chen Quifan ein preisgekrönter Science Fiction-Autor ist.
Dementsprechend sind die fiktiven Stories wirklich lesenswert und gut geschrieben, zum Teil richtig spannend, während die nicht-fiktionalen Zwischenkapitel sehr informativ sind. Es geht dabei um Themen wie KI im Gesundheitswesen, in der Industrie und dem drohenden Verlust von Arbeit und wie Gesellschaften damit umgehen könnten, neuen Formen von Terrorismus, die Entwicklung der Unterhaltungsindustrie, die Veränderung von zwischenmenschlichen Beziehungen usw… Was man an den Themen abliest: Nicht alles ist lustig oder macht Freude, aber der Grundtenor ist dennoch ein Positiver, denn unter dem Strich sehen die beiden mehr Chancen als Risiken. Aber indem sie Risiken benennen, geben sie uns eine Chance, diese zu minimieren oder Vorkehrungen zu treffen.
Das Buch ist schon vor zwei Jahren erschienen, es ist also nicht taufrisch. Im Nachhinein ist das kein Nachteil, weil durch die Entwicklung der KI, wie wir sie in den letzten 2 Jahren erlebt haben, bekommen die Szenarien eine höhere Glaubwürdigkeit, weil die letzten Entwicklungen zum Teil schon ganz klar in die Richtung gehen, wie sie in den Stories beschrieben werden. Teilweise schon eingetreten sind.
Spannend. Daher Leseempfehlung.