Tipps

Wie aktiv ist das Web2.0? – Social Technographics-Studie von Forrester

30. April 2007 · von Jörg Hoewner · 2 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare

Autor: Jörg Hoewner Gefunden über einen Post von Joe McKendrick auf dem FastForward-Blog: Über eine Studie „Social Technographics“ hat Forrester 9.000 Erwachsene und Jugendliche befragt darüber, wie stark sie im Web aktiv sind, d.h. mitposten, kommentieren – oder einfach nur lesen. Heraus kam eine interessante Übersicht, in der gezeigt wird, dass schon ein relativ grosser Teil der Nutzer aktiv sind (wenn auch nicht die Mehrheit):

  • “Creators” (13%): Veröffentlichen Websites, Blogs oder Laden Videos auf YouTube und Co.
  • “Critics” (19%): Kommentieren und schreiben Reviews.
  • “Collectors” (15%): Nutzen RSS und Taggen.
  • “Joiners” (19%): Nutzen social networking sites
  • “Spectators” (23%): Konsumieren User-generierten Content
  • “Inactives” (52%): Der Rest.

Eine schöne Grafik dazu findet man bei Dan Farber. Nun sollte man sich noch die Methodik anschauen:

  • 50% der Befragten befinden sich in einer Altersgruppe, in der das Engagement in solchen Plattformen sowieso stark überdurchschnittlich ausgeprägt ist. Das drückt den Schnitt natürlich stark nach oben und ist daher nicht repräsentativ für die gesamte Nutzerschaft.
  • Eine Befragung könnte diesen Effekt noch verstärken, da ein Engagement bzw. Aktivität als sozial erwünscht wahrgenommen werden könnte, so dass Respondenten vielleicht angeben, superaktive Kommentatoren zu sein, obwohl sie vor zwei Jahren das letzte mal irgendwo eine kurze Review hineingesetzt haben.

Spekulation… Ich habe den Original-Report nicht. So oder so dürften die Zahlen für die Gesamtnutzerschaft geringer ausfallen, für Deutschland allemal. Trotzdem ist der Anteil der Aktiven für meine Erwartungen überraschend hoch.

Widget-Kommunikation

30. April 2007 · von Jörg Hoewner · 2 Minuten Lesedauer · 3 Kommentare

Autor: Jörg Hoewner

Dion Hinchcliffe (Enterprise Web 2.0-Blog) beschäftigt sich in einem Post-Zweiteiler “Tracking the DIY phenomenon” (Teil 1 / Teil 2), wie sogenannte Widgets, Gadgets, offene Schnittstellen (APIs) dazu beitragen, dass Nutzer sich eigene Anwendungen (mash-ups) basteln und somit zum Verbreiten von Anwendungsbausteinen, Inhalten usw. beitragen. In den beiden Beiträgen gibt Hinchcliffe ausserdem einige Tipps, was beim Bauen und Zurverfügungstellen von solchen Anwendungsbausteinen zu beachten ist.

Was ich interessant finde, ist die Frage, was für Anwendungsbausteine Unternehmen im B2C oder B2B-Bereich ihren Kunden anbieten können. Man denke z.B. an die gute, alte Presse-Sektion einer Website, deren zentrale Inhalte als Widget denen zur Verfügung gestellt werden kann, die sich für ein bestimmtes Unternehmen dauerhaft interessieren. Oder im IR-Bereich. Sozusagen die Idee eines RSS-Feed auf Amphetaminen.

Gibt es dazu gute Beispiele? Auf jeden Fall gibt es noch Nachholbedarf im Bereich Widget-Vermarktung, denn in Widget-Verzeichnissen wie http://www.widgetbox.com oder http://www.widgipedia.com/ findet man dazu auf Anhieb keine Beispiele aus dem Bereich PR/ Marketing.

Übrigens: Laut Newsweek wird 2007 das Jahr des Widgets. 

White papers zu Social Interaction Design und Enterprise 2.0 (Stichwort: SuiteTwo)

24. April 2007 · von Jörg Hoewner · 1 Minute Lesedauer · Keine Kommentare

Autor: Jörg Hoewner

  • Schon was älter:  Die „Social Interaction Design White Papers“ von Gravity. 76 Seiten Inspiration für alle, die Online Communities oder Web2.0-Anwendungen auf ihrer To-do-Liste stehen haben.
  • Für SuiteTwo-Interessenten, der Enterprise2.0-Anwendung von Intel, gibt es für eine Registrierung schicke Downloads:
    • Ergebnisse einer Forrester-Umfrage unter CIOs zu Web2.0
    • Auszug aus dem Buch „Wikinomics“
    • Whitepaper zu Enterprise 2.0
    • Interview mitDon Tapscott
    • und natürlich das SuiteTwo-Starter-Kit

    Wenn man Lust hat, kann man für 9.995 EUR auch das ganze Paket inkl. Server-Hard- und Software ordern.

Netzwerkanalyse in der Kommunikation

22. April 2007 · von Jörg Hoewner · 2 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare

Autor: Jörg Hoewner

Zunehmend beschäftigen sich Kommunikationsfachleute mit netzwerkanalytischen Methoden, um daraus fruchtbare Erkenntnisse für die Kommunikationsarbeit zu ziehen.  Dabei sind es vor allem angelsächsische Unternehmen, die sich mit netzwerkanalytischen Methoden auseinanderzusetzen scheinen. Hier ein kleiner Überblick:

  • Hill and Knowlton bietet zusammen mit dem Unternehmen ComMetric ein sogenanntes „Communications Mapping“ an, bei der eine „Influence Network Analysis“ durchgeführt wird. Im Klartext: Multiplikatoren  (Medien, Einzelkommentatoren, Organisationen) werden identifiziert und bieten somit Angriffspunkte für – wie es dort heisst – „opportunities (….) with the highest likelihood of generating a cascading effect through coverage and media types“.
  • Das Unternehmen „Groupscope“ analysiert neben dem organisationsinternen E-mail-Verkehr auch den Wandel von Kommunikations-Netzwerken über einen bestimmten Zeitraum. Heraus kommen dabei kleine, sich laufend verändernde Diagramme, die man sich in Filmform auf der Beispielseite anschauen kann.
  • Einen interessanten Ansatz verfolgt auch Onalytica, ein britisches Unternehmen, das die im Wissenschaftswesen verbreitete Zitationshäufigkeits-Analyse auf ein breiteres Themenspektrum anwendet und automatisiert hat.

Auch wir beschäftigen uns seit längerem mit dem Thema, wobei unser Schwerpunkt auf der  Identifikation von unternehmensinternen Multiplikatoren liegt. Während die Analyse von E-mail-Netzwerken oder über Stakeholder-Befragungen methodisch und technologisch kein grosses Problem darstellt, würden wir unseren Anwendungsbereich gerne auf Probleme der externen Kommunikation erweitern – und hier fehlen uns einfach einige technologische Ressourcen. Partner willkommen!
Verwandte Beiträge:
>> Daten visualisieren mit “Many eyes”
>> Soziale Nodes
>> Stakeholder-Einfluss messen: Ein Ansatz

Buchtipp: Inhaltsanalyse von webbasierten Informationsangeboten.

16. April 2007 · von Jörg Hoewner · 2 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare

Autor: Jörg Hoewner

Kurzverdikt: Für manche empfehlenswert.

Untertitel: „Framework für die inhaltliche und strukturelle Analyse“. Eigentlich sagt der Titel (und Untertitel) schon alles: Es geht um eine sozialwissenschaftliche saubere Inhaltsanalyse von Webangeboten. Nicht mehr und nicht weniger. Katrin Luzar entwickelt in ihrer Promotionsarbeit (das Werk hat inkl. Literaturverzeichnis über 420 Seiten; veröffentlicht 2003/4, es stand also eine zeitlang bei mir im Bücherschrank) ein Framework, wie mit Hilfe eines von ihr mit einem Partner entwickelten Softwaretools eine teilautomatisierte Inhaltsanalyse bewerkstelligt werden kann. Analysiert werden dabei Texteinheiten, Bilder, Links (Struktur), „Parameter“ (Frames, Keywords, Size). Heraus kommen am Ende Aussagen über die Aufteilung von Websites nach Sparten (z.B.Altana, 12% Unternehmenspräsentation, 41% Media Relations und 26% IR), Anzahl der Downloads und Grad der internen Vernetzung. Das im Buch versprochene Softwaretool auf http://www.katrin-luzar.de scheint es leider nicht mehr zu geben…

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Weitere Informationen

Für den Praktiker gibt es für diese Form Analyse meiner Meinung nach nicht sehr viele Einsatzbereiche, am ehesten dort, wo eine gewisse Vergleichbarkeit erzeugt werden soll. Beispiel: „Euer Wettbewerber xy leistet sich 60% seiner Website für PR!“. Oder blicke ich da zu kurz?

Für die (zahlreichen) Studenten, die vor Inhaltsanalysen von Webangeboten stehen, ist das Werk Pflicht.