Veränderungskommunikation

Evaluation der Kommunikation: Wirkungsstufenmodell und Interne Kommunikation

29. November 2016 · von Jörg Hoewner · 2 Minuten Lesedauer · 2 Kommentare

Mit den Wirkungsstufen der Kommunikation, wie sie im Bezugsrahmen für Kommunikations-Controlling der DPRG mit dem ICV (Internationalen Controller-Verein) entwickelt wurden, gibt es einen Quasi-Standard für das Kommunikations-Controlling, der sich auf unterschiedliche kommunikative und unternehmensspezifische Anforderungen anpassen lässt. Gleichzeitig ist das Modell anschlussfähig, da es kompatibel ist zu betriebswirtschaftlichen Steuerungs- und  Controllingkonzepten wie der Balanced Scorecard / Strategy Map.

Im Bereich der externen Kommunikation sind Anwendungsfälle inzwischen gut dokumentiert, wir wissen auch, dass der Ansatz im Bereich der internen Kommunikation durchaus angewendet wird. Zum Thema gibt es ein Thesenpapier Werttreiber, Value Links und Key Performance Indicators der internen Kommunikation“ von Sass / Schönefeld / Pütz / Stobbe (2007), das allerdings noch aus einer Zeit vor Verabschiedung des DPRG/ICV-Bezugsrahmens stammt. In aktuelleren Arbeitspapieren der DPRG („Positionspapier Kommunikationscontrolling“ von 2011) wird noch mit Beispielen aus dem Thesenpapier gearbeitet. Sonst gibt es dazu nicht viel. 

Eine aktuelle Arbeitsreichung mit den wichtigsten Messbereichen, Messgrößen und Messobjekten für die Interne Kommunikation und für die Veränderungskommunikation auf Basis des Bezugsrahmens fehlt somit.

Dem wollen wir nun mit unserer eigenen Übersicht abhelfen. Eine Vorschau:
wirkungsstufen für die interne kommunikation
Sie können sich die komplette PDF (hochauflösend, mit Arbeitsbeispiel) per Mail anfordern.
Voraussetzung für die ganze Übung ist es jedoch, sich über konkrete Kommunikationsziele im Klaren zu sein –  messbare Ziele, die am Ende auf die Wertschöpfung einzahlen. Das bedeutet, Kommunikationsziele zu definieren, die sich aus strategischen Zielen ableiten.

Bei dem ganzen Thema helfen wir gern.

Unternehmenskultur unter der Lupe: Warum eine Analyse im Change-Prozess Sinn macht

7. Juli 2016 · von Katrin Greven · 4 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare

Kulturanalyse Change

Kulturanalyse Change

Wo früher nur Bilanzen gewälzt wurden, untersuchen heute selbst Unternehmensberater auch die vermeintlich „weichen“ Faktoren: So steht im Rahmen von M&A-Prozessen, also bei Fusionen und Übernahmen, seit einiger Zeit neben der klassischen Unternehmensprüfung – Due Diligence – auch immer öfter eine Cultural Due Diligence auf dem Plan. Die Frage hierbei: Sind die beteiligten Unternehmen überhaupt kulturell kompatibel? Um das herauszufinden, analysieren Berater zuerst die „Ist-Zustände“ auf beiden Seiten. Anhand der Ergebnisse werden im zweiten Schritt Transaktionschancen und -risiken ermittelt, sowie Empfehlungen für die kulturelle Integration entwickelt. Es gilt, potentielle Konfliktfelder, die aus einem „Clash of Cultures“ entstehen könnten, frühzeitig zu erkennen.

Vorausschauendes Konfliktmanagement

Doch nicht nur, wenn die ganz großen Räder des Change – wie im Rahmen von M&A-Prozessen – gedreht werden, macht eine Kulturanalyse Sinn. Auch wenn unternehmensintern Veränderung angestrebt wird, lohnt sich der Blick auf den Status Quo der gewachsenen Unternehmenskultur. Zum Beispiel, wenn eine zukunftsweisende Strategie eingeführt werden soll, ein Innovationsprozess angeschoben, ein Leitbild entwickelt – oder wenn eine neue Geschäftsführung einzieht. Wenn in Unternehmen grundlegende Strategiewechsel anstehen, steht immer die entscheidende Frage im Raum: Trägt die bestehende Kultur die neuen Ziele? Eine Kulturanalyse kann dies beantworten. Weiterlesen →

Tipp: 67 Lieblingslinks für Agenturmenschen

22. Juni 2016 · von Verena Waldbröl · 10 Minuten Lesedauer · 4 Kommentare

In einer Kommunikationsagentur wie K12 haben wir grundsätzlich alle dieselben Interessen: Wir wollen wissen, was sich in der Branche tut, wollen über Trends, Player und aktuelle Entwicklungen auf dem Laufenden bleiben. Wir sind aber nicht nur K12, sondern auch Redakteure, Kommunikationsberater, Grafik- und Webdesigner, Projektmanager, Social Media Manager und IT-Nerds. Wer uns in die Bookmarks und Postfächer schaut, kann sich stundenlang in spannende Online-Magazine vertiefen und hat sich am Ende einen recht guten Überblick über die Branche verschafft. Heute verraten wir unsere Lieblingslinks und -newsletter. Ergänzungen ausdrücklich erwünscht!

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Erfolgsfaktoren und Ansatzpunkte zur Einführung digitaler interner Medien (Intranet-Anwendungen etc.)

15. Dezember 2015 · von Jörg Hoewner · 4 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare

Der zentrale Erfolgsfaktor für den Einsatz interner digitaler Medien, ist die Mitarbeiterakzeptanz. Die richtigen Ansatzpunkte für einen sorgfältig aufgesetzten Prozess oder für kommunikative Interventionen, haben wir auf Grundlage eines – empirisch belegten – erweiterten Technologieakzeptanz-­Modell entwickelt (Charts 4 und 5).

 

Chart 4 zeigt die Akzeptanzfaktoren selbst, in der unteren Grafik werden zusätzlich die Faktoren dargestellt, die sich konzeptionell und kommunikativ beeinflussen lassen, um somit die Akzeptanz selbst zu beeinflussen.

Nutzen: Nutzerorientierte Anwendungen und Informationsangebote werden eher akzeptiert als Anwendungen, die an den Bedürnissen vorbei geplant werden. Ob Anwendungen als nutzenorientiert und zielorientiert wahrgenommen werden, ist wiederum abhängig von:

  • Mission und Funktion, d.h. der Klarheit darüber, welche (messbaren?) Ziele mit dem Intranet erreicht werden sollen (Business requirements).
  • Qualität (Prozesse, System, Inhalte) und Umfang des Angebots, d.h. des Einzahlens von Anwendungen auf existierende oder zukünftige Arbeitsanforderungen der Nutzer (User requirements).

Hürden: Hürden sind wahrgenommene „Kosten“ des Nutzers in Form von Zeit und Nerven. Einflussparameter sind konkrete Nutzungshürden wie eine schlechte User Experience, Lernaufwand, (zeitliche) Freiräume für die Nutzung sowie eine mangelhafte Soft- und Hardwareausstattung auf der einen Seite, Support- und Hilfsmechanismen sowie Qualitätssicherungsmaßnahmen auf der anderen Seite.

Wahrnehmungen spielen eine mitentscheidende Rolle. Daher ist die kommunikative Einführung eines Systems, die Vermittlung des Nutzens bei Führungskräften und Mitarbeitern essentiell. Ebenso wie die Wissensvermittlung (Trainings, Dokumentationen) und eine frühzeitige Einbindung von Nutzern bei der Entwicklung, um somit eine positive Einstellung zu fördern, in dem das Gefühl zu vermitteln, Einfluss genommen zu haben (die z.B. über Interviews oder Umfragen schon stattfinden würde).

Soziales Umfeld: Sichtbare und ausgesprochene Erwartungshaltungen von Führungskräften und interner Botschafter sind ein fördernder Faktor ebenso wie eine Unterstützung der Einführung und Nutzung durch diese Gruppen. In internen Social Media-Anwendungen spielt darüber hinaus der Netzwerkeffekt eine Rolle, d.h. der Nutzen nimmt zu, wenn möglichst viele Nutzer Teil des Netzwerks sind.

Aus dem Modell ergeben sich mehrere Ansatzpunkte, die im Rahmen eines Intranet-Einführungsprozesses bearbeitet werden müssen:

  • Gestaltung des Nutzens aus Sicht des Managements, der IT und der Mitarbeiter
  • Verringerung von Hürden bzw. Hilfestellungen zur Bewältigung notwendiger Hürden
  • Beeinflussung der Wahrnehmung durch Vermittlung und Kommunikation
  • Bearbeitung des sozialen Rahmens, in dem Erwartungshaltungen sichtbar gemacht werden und die Rolle von Key Stakeholdern im Adoptionsprozess definiert werden

Für eine Anforderungsanalyse müssen daher die folgenden Fragen beantwortet werden:

  • Welche (konkreten, messbaren) Ziele sollen aus Sicht des Managements erreicht werden?
  • Welche Informationsbedürfnisse und Anforderungen an Arbeitswerkzeugen existieren bzw. sind antizipierbar – vor allem seitens der späteren Anwender? Wie offen sind Nutzer für neue Anwendungen (z.B. soziale Komponenten)?
  • Welche potentiellen Hürden existieren? Welche Bedenken existieren z.B. seitens der Mitarbeiter bezüglich einer Intranet-Einführung? Wie können Hürden frühzeitig erkannt werden? Wie stehen bestimmte Stakeholder-Gruppen zum Projekt? Welche technischen und organisatorischen Anforderungen existieren? Gibt es Wissenshürden?
  • Wie werden existierende Anwendungen und deren UX ggfs. wahrgenommen und was lässt sich daraus für die UX-Konzeption des Intranet ableiten?
  • Welcher Bedarf an Unterstützung besteht seitens der Mitarbeiter?
  • Gibt es sichtbare Ansatzpunkte für eine smarte Einführung (z.B. Multiplikatoren)?
  • Welche Risiken gibt es und wie lassen sich diese minimieren?

„Tribute von Panem“ – ein Beispiel für Transmedia Storytelling

1. Dezember 2015 · von Alexander Smolianitski · 5 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare

Der letzte Film der Reihe läuft gerade in den Kinos. Doch die Transmedia-Kampagne begleitet die „Tribute von Panem“ bereits seit 2011. Sie betrachtet die Welt von Panem aus unterschiedlichen Perspektiven und nutzt hierfür das jeweils passende Medium. Wir geben einen kurzen Überblick.

Fiktion und Realität, Charaktere aus dem Film und real-existierende Persönlichkeiten, Offline und Online verbindet die Transmedia-Kampagne der „Tribute von Panem“ so, dass man für einen Moment vergisst, dass es sich lediglich um einen Film handelt: Rund um die Filmhandlung entstehen Modestrecken, Interviews, Wettervorhersagen und vieles mehr.

Bisher sind nur wenige Unternehmen auf den Trend aufgesprungen, transmedial Inhalte zu vermitteln. Doch immer wieder gibt es Beispiele wie US-Shows, die bei Snapchat kleine Teaser für ihre Fans drehen oder YouTube-Kollaborationen. Eine solche Art und Weise des Storytelling bringt Unternehmen einen großen Vorteil: Nutzer müssen nicht – wie auf der offiziellen Produkt-Fanpage – mit einem „Like“ bezahlen, sondern können unverbindlich Inhalte konsumieren. Solche Kampagnen haben einen hohen Wiedererkennungswert, bieten positive Assoziationen und Gesprächsstoff.

Und nun – ein Beispiel für eine erfolgreiche Kampagne: „Die Tribute von Panem“ Weiterlesen →