Measurement & Research

Neue Social Media Measurement-Modelle

16. Juli 2009 · von Jörg Hoewner · 2 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare

Laut AdAge haben OgilvyPR und Razorfish neue Metrics-Modelle vorgestellt, mit denen der Ruf und die Empfehlungsbereitschaft von Marken im Social Web quantitativ dargestellt werden sollen. Die Ansätze basieren wohl auf dem Net Promoter Score. Leider gibt es weder bei Ogilvy noch bei Razorfish ausser PR-Sprech viel Substanzielles dazu zu lesen. Am meisten verrät noch AdAge:

„Perhaps the closest to a social-web-based Net Promoter Score is something Razorfish plans to introduce this week: the SIM score, which stands for social influence marketing. Razorfish hopes SIM, in fact, becomes a standard as big as a Net Promoter score. It’s a reflection of the total share of consumer conversations a brand has online and the degree to which consumers like or dislike the brand when they talk about it.“

Und zur Methode:

„Razorfish worked with TNS/Cymfony to capture social media content and the net sentiment of a brand: the positive and neutral conversations minus negative ones, divided by total conversations about the brand. That number is then divided by the net sentiment for the industry to get the SIM score, the idea being that the score isn’t meaningful until it is adjusted for its category; some industries, such as autos, have very high SIM scores, while industries such as pharma have very low ones.“

An Versuchen, Social Media-Metriken zu entwickeln gibt es ja keinen Mangel (Eine Linkliste dazu). Interessant ist dieser Ansatz hier alle mal, da der Net Promoter Score als probates Mittel zur Einschätzung der Empfehlungsbereitschaft geeignet ist. Die Frage ist, wie die Berechnung im Detail aussieht und inwiefern sich die Berechnung (wie der AdAge-Beitrag impliziert) automatisiert werden kann. Leider findet sich bei Razorfish noch gar nichts zu deren „SIM“, bei OgilvyPR gibt es lediglich eine Pressemitteilung zum Thema.

Netzwerkanalyse in Organisation: Ein Tool

22. Juni 2009 · von Jörg Hoewner · 1 Minute Lesedauer · Keine Kommentare

Vor einigen Jahren habe ich dieses Tool entdeckt, das bei der Netzwerkanalyse (in Unternehmen/ Organisationen; per Befragung) eine schöne Systematik bietet und relativ pragmatisch ist.

Nun gibt es die entsprechende Excel-Tabelle zum kostenlosen Download.

Urheber ist Bruce Hoppe, der in seinem Blog „Leadership Networks“ darauf hinweist.

Whitepaper: Mobile Analytics

16. Juni 2009 · von Jörg Hoewner · 1 Minute Lesedauer · Keine Kommentare

Web Analytics ist ein Thema, bei dem es laufend neue Entwicklungen gibt und bei dem viele Unternehmen noch weit hinter dem Gebotenen und dem Möglichen hinterherhinken. Bei zunehmender Mobile Internet-Nutzung stellt sich natürlich die Frage nach Mobile Analytics. Zwar gibt es bei Tools wie Google Analytics und etracker eigene Funktionen zum Messen mobiler Nutzung, aber insgesamt stehen wir hier doch noch sehr am Start, insbesondere, was das Kampagnentracking angeht.

Ein sehr (!) lesbares Whitepaper dazu hat nun der Web Analytics-Anbieter Nedstat vorgelegt, in dem mit Vorurteilen zum Thema (z.B. „Mobile Analytics ist ungenau“) aufgeräumt wird. Mitverfasst hat das Whitepaper niemand Geringeres als Eric T.Peterson, Autor von „Web Site measurement hacks“ und Mitdenker zum Thema Social Media Measurement.

Das Whitepaper kann gegen Registrierung kostenlos downgeloadet werden.

Hinweis gefunden bei ibusiness.de.

Buchtipp: „Web Analytics“ von Marco Hassler

11. Mai 2009 · von Jörg Hoewner · 1 Minute Lesedauer · 1 Kommentar

Untertitel: „Metriken auswerten. Besucherverhalten verstehen. Website optimieren.“

Kurzverdikt: Empfehlenswert. Lesenswert.

Dieses Buch handelt von dem, was der Untertitel sagt. Und das auf eine sehr systematische und prozessorientierte Art und Weise: Jedes Kapitel ist gleich aufgebaut: „Was gemessen werden kann.“, „Wie Sie es nutzen sollten.“ und „Was es zu beachten gilt.“. Dabei werden zuerst grundlegende Metriken erläutert, dann Besuchereigenschaften, Besucherverhalten, Inhaltsnutzung und Web 2.0 Metriken (diese allerdings noch nicht soo umfasssend). Und am Ende wird erläutert, was man mit den ganzen Daten in Bezug auf Verkauf und Websiteoptimierung anfangen kann.

Ich würde dieses Buch auf jeden Fall dem amerikanischen Platzhirschen von Jim Sterne (Web Metrics) vorziehen. Und es ist eine gute Ergänzung zu „Web Site Measurement Hacks“ von Eric T. Peterson.

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Osterlektüre: „Wertschöpfung durch Kommunikation“ und „Konsumentenverhalten im Internet“

11. April 2009 · von Jörg Hoewner · 2 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare

OK, ich habe auch Illustrierte und die de:bug gelesen, bin also kein Streber. Aber in meinem Bücherregal hatte ich noch zwei von mir wenig beachtete Werke:

1. „Wertschöpfung durch Kommunikation“ von Jörg Pfannenberg und Ansgar Zerfaß. Darin geht es um neue Ansätze zum Controlling und Bewerten von Kommunikation. Eine Reihe von Einzelbeiträgen von Autoren aus Wissenschaft und Praxis widmen sich dem Thema jeweil auf einigen Seiten. Dabei werden meist die Vorzüge eigener Modelle und Ansätze vorgestellt, dabei wenig auf die zu Grunde liegenden Methoden eingegangen.

Ergo: Ganz nett, um sich einen Überblick zu verschaffen und Anregungen zu holen. Aber um die Ansätze für sich zu nutzen, müssen in der Regel die Agentur- und Beratungsleistungen der Autoren eingekauft werden. So eine Art Methoden-Dongle also.

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2. „Konsumentenverhalten im Internet“ von Hans H. Bauer/ Jürgen Rösger/ Marcel M. Neumann. Zu Unrecht von mir zu wenig beachtet. Hoch spannend und in die Tiefe gehend. Zwar auch viele Einzelbeiträge, aber häufig methodisch-empirisch sauber dokumentiert. Themen, u.a.:

  • Relevanz von Vertrauen oder von Risiko für das Nutzerverhalten
  • Flow
  • Soziales Kapital in Virtuellen Gemeinschaften als Determinate für Kundenbeziehungen
  • Entwicklung eines Modells für Kundenloyalität
  • Web Mining und Profilbildungstechniken
  • Und vieles mehr auf insges. 500 Seiten.

Lesenswert!