eBook zu Kommunikation und Innovation: Von der Spinnovation zur Sinnovation
13. November 2007 · von Joerg Hoewner · 2 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare
Autor: Kirsten Jantke Gegen die Verschwendung Eigentlich klingt das mit der Innovation ganz einfach: Nur durch das Zusammenwirken vieler Köpfe entstehen Innovationen. Damit das gelingt braucht es eine leistungsstarke Kommunikation. „Haben wir“, meinen viele, „Schließlich ist bei uns keiner auf den Mund gefallen.“ Das glauben wir auch nicht. Trotzdem gelingen Kooperation, Gedankenaustausch und das Abgleichen von Wahrnehmungen und Perspektiven in Unternehmen und Organisationen oftmals nicht ausreichend. Es mangelt meistens nicht an der persönlichen Kommunikationsfähigkeit der Beteiligten, sondern an geeigneten Plattformen und Strukturen oder auch Kenntnissen über Organisationskommunikation und Systemdynamik. Manchmal fehlt nur ein kleiner Schritt zum großen Durchbruch. Wir meinen, die meisten Unternehmen wissen gar nicht, was sie wissen und nutzen nicht alles, was sie können. Wir finden, dass hier Deutschlands wertvollste Ressourcen verschwendet werden. Deshalb haben wir unsere Beratungserfahrungen in dem demnächst erscheinenden Buch „Von der Spinnovation zur Sinnovation“ aufgeschrieben. Darin finden sich Tipps, Rezepte und Beispiele, wie Innovationsfähigkeit und Innovationsleistung von Unternehmen und Organisationen verbessert werden können. Zur Nachahmung möchten wir herzlich einladen. Das Buch kann schon schon downgeloadet werden unter (PDF, 6,3MB, ca. 100 Seiten):
http://www.kommunikation-und-innovation.de
„Vom Erbsenzählen zum Kommunikations-Controlling“: Interview mit Nikolaus Zumbusch zu BrandCat
13. November 2007 · von Joerg Hoewner · 1 Minute Lesedauer · Keine Kommentare
Autor: Jörg Hoewner
…im PR-Journal. Wir sind auch drin. 😉
Management 2.0: Der intelligente Schwarm im Unternehmen
7. November 2007 · von Joerg Hoewner · 2 Minuten Lesedauer · 2 Kommentare
Autor: Jörg Hoewner
Im Manager Magazin gibt es einen längeren Artikel zu „Führung und der intelligente Schwarz“, also um den Einsatz von Web2.0-Technologien in Unternehmen – Stichwort „Enterprise 2.0“.
In dem Artikel geht es um Chancen und Herausforderungen, die aus dem Einsatz resultieren. Sehr lesenswert.
Bemerkenswert ist besonders dieser Absatz:
„Der Harvard-Professor (McAfee) schätzt, dass über die Hälfte der Projekte als Fehlschlag enden. Ein weiteres Drittel der Betriebe scheitere an organisatorischen Untiefen, und gerade mal 10 Prozent der Unternehmen hätten ausreichende Erfolgschancen.
McAfee sieht dafür gleich mehrere Gründe: Damit eine neue Technik eine alte dauerhaft ersetzen könne, müsse diese zehnmal besser beziehungsweise leichter bedienbar sein. Des Weiteren zwängen Spezialisten den Plattformen oftmals ungeeignete Strukturen auf, deren Vorteile nur selten den Aufwand rechtfertigten. Auch konkrete Anreize, mit denen die Führungskräfte ihre Mitarbeiter zur aktiven Teilnahme bewegten, seien häufig Fehlanzeige. Und schließlich sei die Unternehmenskultur noch nicht reif, gravierende Einschnitte und die damit verbundenen Anwendungen zu akzeptieren.“
Die Fettungen sind von mir.
Social Media Audit: Ansatz
1. November 2007 · von Joerg Hoewner · 5 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare
Autor: Jörg Hoewner
PR- und Marketingmenschen, die sich mit dem Web2.0-Phänomen beschäftigen, stellen sich u.a. zwei Fragen: In welchen Social Media-Plattformen werden Themen diskutiert, die für Unternehmen oder andere Akteure relevant sind? Und welche davon sind wichtig?
Welche Social Media wie wichtig sind und am besten erfasst und bewertet werden können, darüber besteht nach wie vor Uneinigkeit. So hat Edelman zum Beispiel – sehr vorsichtig – den Versuch eines Social Media Index gestartet, also eines Rankings der wichtigsten Blogs anhand von verschiedenen Kennziffern. Die Community reagierte kritisch: Zu groß die Manipulationsmöglichkeiten („Aufblasen“ der eigenen Relevanz zum Beispiel über Selbstverlinkung), zu wenig Aussagekraft über die Qualität der Bezüge und Relevanz der Verfasser. Aktuell erregt die Diskussion um die Aussagekraft des Google PageRank die Gemüter, nachdem Google seine PageRank-Kriterien überarbeitet und in der Folge eine ganze Reihe von Sites herabgestuft hat, darunter auch so schwere Kaliber wie „Spiegel Online“ oder auch einige Top-Blogs.
Klar ist, dass man über eine reine „Erbsenzählerei“ allein, d.h. das Auswerten von Technorati-Authorities, Google PageRanks und BackLinks usw., nicht identifizieren kann, welches in einem Themenkomplex meinungsführende Plattform, welches ein „Rising Star“ und welches Blog noch nicht so stark wahrgenommen wird.
Wir haben für unsere Zwecke einen Ansatz entwickelt, der versucht, eine qualitative und auf quantifizierbaren Kriterien basierende Analyse zu vereinen:
- Ausgangspunkt ist selbstverständlich ein inhaltliches Briefing, in dem definiert wird, um welche Themenbereiche und welche Problemstellung es geht.
- Über eine umfassende Analyse von Social Media (Blogs, Newsgroups, Foren, Social Networks, Social Bookmarks, Social News, Social Video) versuchen wir uns ein Bild über Plattformen, Akteure, Themen usw. zu machen und definieren darüber Beobachtungspunkte (so will ich das mal nennen) und -parameter, die wir über ein Tool abfragen. Ja und an dieser Stelle nehmen wir auch Erbensparameter zu Hilfe – aber eben nicht allein. Diese Analyse ist relativ zeitaufwendig, weil es darum geht zu verstehen, wie und wo ein Thema „passiert“ und welche Akteure Knotenpunkte darstellen.
- Auf dieser Basis findet ein automatisches Monitoring statt, dass dann laufend ausgewertet und justiert wird. Schliesslich wollen wir mitbekommen, wenn sich das Relevant Set bzw. die Themenstellung verändert.
- Die Ergebnisse des Monitoring können vielfach zur Verfügung gestellt werden. Bei einigen Kunden, für die wir das machen, werden die Ergebnisse in ein Extranet eingestellt, in das von einem anderen Dienstleister die Ergebnisse des Print-, HF-/TV- und („klassisches“) Onlinemonitoring eingestellt werden. Bei anderen Kunden gibt es einen täglichen Newsletter mit den Ergebnissen plus einen regelmässigen Report.
Prozess im Überblick
Ein Fall aus der Praxis: „Grüne IAA“
Gemeinsam mit unserem Partner Cision untersuchten wir (K12) vor und während der diesjährigen IAA, wie Social Media auf die von der Automobilindustrie gesetzten Schwerpunkte „CO2-Ausstoß / Umweltverträglichkeit“ reagierten. Für die Aufgabenstellung interessierte uns eigentlich nur, wie das Thema in Automobilblogs und in Automobilforen (deutschsprachig und englischsprachig) Resonanz findet. 34 relevante Medien waren dabei die Basis einer detaillierten Inhaltsanalyse – wobei im Laufe der Beobachtung Plattformen hinzugenommen wurden.
Vernetzungsanalyse: Ausgewertet wurde u.a. welche Blog- und Forenbeiträge andere Onlinemedien zitieren. Diese Daten wurden über mit Hilfe einer Software automatisch in ein Netzwerkdiagramm umgewandelt.
Nur einige der – teilweise überraschenden – Ergebnisse: besonders die Blogger setzten andere Schwerpunkte als die klassischen Medien, bezogen sich nicht auf herkömmliche Online-Medien und hatten andere Interessen im Fokus. So konzentrierte sich die Blogosphäre auf technische Aspekte, häufig im direkten Zusammenhang mit Herstellern und Automarken (80 Prozent der Beiträge). Die Szene zeigte sich fasziniert von neuen Technologien, auch den umweltschonenden – die politische Dimension des Themas wurde jedoch kaum gestreift. Und die Automobilindustrie konnte die Früchte einer erfolgreichen Kommunikationsarbeit ernten: Besonders ihre Konzeptstudien (z.B. Mercedes F700 und VW UP!) wurden rege diskutiert, die Hersteller genossen bei den Blogs der Auto-Fans als Quelle viel Vertrauen.
Beispiel für eine Themenmap: Stichworte werden – ähnlich wie bei einer Tagcloud – nach Häufigkeit in unterschiedlichen Schriftgrössen visualisiert und inhaltlich zueinander in Bezug gesetzt.
Weitere Beispiele aus andere Social Media Audits:
Repräsentative O-Töne von Top-Bloggern zu einem IT-Thema.
Analyse von Social Bookmarks: Social Bookmarks geben Hinweise darüber, welche Onlineservices und -informationen von Nutzern für als für andere relevant erachtet und regelmässig besucht werden.
Intranet-Studie
29. Oktober 2007 · von Carina Waldhoff · 2 Minuten Lesedauer · 1 Kommentar
Autorin: Carina Waldhoff
Ich bin eben auf eine interessante Studie der add-all AG gestoßen, die immerhin 241 Unternehmen zu ihren Intranets befragt hat (kostenloser Dowenload hier, kurze Zusammenfassung von Stephan Schillerwein auf ECM-World hier). Für mich besonders interessant, weil es ca. 5 Jahre her ist, dass ich ein Intranet „unter meinen Fittichen“ hatte: Was hat sich getan?
Vom mobilen Intranet redete „damals“ natürlich noch niemand; und Web 2.0-Anwendungen (sieht man mal von Foren/Chats ab) waren auch noch Zukunftsmusik. Insofern finde ich es ganz beeindruckend, dass „Wikis der große Renner“ sind und über 40 Prozent der Unternehmen zumindest Web 2.0-Anwendungen planen. Da scheint der gedankliche Schritt vom Informationskanal zum vollwertigen Medium der Kommunikation und des effektiven Wissensmanagements immerhin vollzogen zu sein; Umsetzung folgt. Auch in Sachen Personalisierung hat man sich vom Erfolg klassischer Online-Medien und Web 2.0-Anwendungen scheinbar überzeugen lassen mittlerweile.
Eine ordentliche Such-Funktion (funktional wie technisch) ist (irgendwie logisch) nach wie vor ein entscheidendes Merkmal für ein ekzeptiertes Intranet. Und, auch da hat sich nicht viel geändert: „Spaß“ scheint den Verantwortlichen nach wie vor ein suspektes Attraktivitätsmerkmal zu sein. Dabei funktioniert gerade bei den „Schwellen-Usern“ (also den skeptischten und damit am schwierigsten zu erreichenden Usern) nichts besser, als an Neugier und Spieltrieb zu appelieren – und das muss nicht sinnfrei geschehen…