31 der besten Tools und Bibliotheken zur Erzeugung von Visualisierungen, Infografiken und Diagrammen
20. April 2023 · von Jörg Hoewner · 5 Minuten Lesedauer · 5 Kommentare
Das Web ist voll von Werkzeugen, mit denen sich vermeintlich einfach ansprechende (interaktive) Visualisierungen, Infografiken und Diagramme erzeugen lassen. Der Punkt ist: Die Verfügbarkeit dieser Tools führt nicht automatisch dazu, dass jeder zum Informationsdesigner wird oder dass jeder in der Lage ist, bei den Kernaussagen einer Grafik auf den Punkt zu kommen. Gleichwohl ist die Schwelle niedriger und bestimmte Dinge, wie z.B. Kartendarstellungen, sind einfach schon als Basis fertig. In den letzten Jahren hat sich die Zahl der Anwendungen in diesem Bereich vervielfacht, gleichzeitig sind viele Werkzeuge, die wir im Blog vor einigen Jahren noch aufgelistet haben, wieder verschwunden. Anmerkung: Der Originalbeitrag („18 der besten Tools zur Erzeugung von Visualisierungen, Infografiken und Diagrammen“) stammt vom 23.8.2012 und wurde am 10.8.2020, am 20.6.2023 und dann noch mal am 21.07.2026 aktualisiert. Von den damals vorgestellten 18 Werkzeugen, war 2020 nur noch die Hälfte online. Zur Arbeitserleichterung habe ich hier aus einer aktuellen Recherche und aus meinen Bookmarks heraus eine Liste von entsprechenden Tools zusammengestellt bzw. erweitert. Ergänzungen sind herzlich willkommen! Werkzeuge zur Erzeugung von Landkarten, Infografiken oder Diagrammen:
- Ein Tool zur Erstellung von Infografiken ist http://infogr.am. Alternativen in diesem Bereich sind http://piktochart.com, https://www.easel.ly und https://venngage.com.
- Das Infografik-Tool innerhalb von Canva ist inzwischen zu einem mächtigen Tool avanciert. Canva ist eine Plattform, die es durch ihre einfache Bedienbarkeit ermöglicht, ohne spezielle Designkenntnisse professionelle Infografiken zu erstellen. Das Tool bietet eine umfangreiche Auswahl an Vorlagen, Grafiken und anpassbaren Elementen, die eine individuelle Gestaltung von Infografiken ermöglichen: https://www.canva.com/de_de/infografiken.
- Etwas nüchterner geht es zu bei http://creately.com: Hier lassen sich Flowcharts und Diagramme erstellen. Sozusagen das Visio für den Browser.
- In vielen Fällen möchte man Informationen geographisch codieren bzw. auf Landkarten darstellen. Marktanteile in Ländern, Standorte, etc.. Dafür besonders gut geeignet ist http://www.stepmap.de. Hier gibt es eine beeindruckende User-Galerie, ebenso wie beim Wettbewerber https://carto.com.
- Verwandt damit ist Tableau Public, hier lässt sich kartenbasiertes Material ebenso visualisieren wie klassische Diagramme. Eine interaktive Darstellung sowie die Publikation ins Web sind auch möglich. Eigentlich ist Tableau ein leistungsfähiges Datenanalyseprogramm.
- Wettbewerber mit etwas weniger Leistungsumfang, dafür einfacher zu bedienen und manchmal mit schöneren Visualisierungen sind https://rawgraphs.io, https://www.visualizefree.com, https://flourish.studio, https://app.morph.graphics, https://www.datawrapper.de.
- Ein Online-Chart-Tools ist http://charts.hohli.com. Vorteil gegenüber Excel und Co.: Einige Diagrammformate gibt es in Excel nicht, sind schicker und vor allem onlinefähig (lassen sich in Webseiten einbauen). Nachteil: Der Datenimport ist nicht automatisierbar.
Kreativere Datenvisualisierungen bietet https://charticulator.com.- Beliebt sind nach wie vor Word Clouds oder Tag Clouds, der Großvater unter den entsprechenden Tools ist leider gestorben: http://www.wordle.net – dafür gibt es https://www.wordclouds.com/ und andere.
- Spezialisten für Netzwerkdiagramme (also Soziale Netzwerke) sind seit vielen Jahren die beiden offline-Tools Gephi und Touchgraph Navigator. Oder https://vis.occrp.org als Werkzeug eher für den journalistischen Gebrauch, um Beziehungsnetzwerke darzustellen.
Spezialisiert auf den Bau von interaktiven Visualisierungen für den Webeinsatz sind diverse Bibliotheken, die wegen ihrer fertigen Bauteile Aufwand sparen können, aber die auch tiefergehende Programmierkenntnisse voraussetzen.
- http://d3js.org, der Standard bei den #Dataviz-Nerds, als Alternative z.B. https://donghaoren.org/ivisdesigner/
- Ein Zwischending zwischen DataViz-Bibliothek und Online-Anwendung ist https://observablehq.com.
- Eine Variante ist Storymap – hier geht es um die Vermittlung von Storys über eine interaktive Landkarte: https://storymap.knightlab.com
- Ein Vergleich von Vorher-/Nachher-Bildern (z.B. Satellitenaufnahmen) bietet https://juxtapose.knightlab.com
- Zeitleisten als Web-Bibliothek: http://timeline.knightlab.com. Eine Variante davon ist eine Kombination von Zeitleiste und Datendiagramm: http://storyline.knightlab.com, ebenfalls aus dem sehr produktiven und innovativen Knight Lab. Wettbewerber:
https://timelinestoryteller.com, http://www.simile-widgets.org/timeline/. - Wer es bei den Online-Chart-Tools technischer haben will und mit dynamischen Daten arbeitet, sollte sich die Google Chart Tools oder Wettbewerber wie https://gionkunz.github.io/chartist-js/oder https://www.chartjs.org anschauen.
- Netflower ist wiederum ein Spezialist, um Flüsse von Daten, Geld oder Materialien in dynamischen Netzwerken darzustellen: http://netflower.fhstp.ac.at
- Ein Tool zu Visualisierung von historischen Themen: http://hdlab.stanford.edu/palladio/
Kurz erklärt: Wie unterscheiden sich eigentlich eigentlich ChatGPT und GPT4?
11. April 2023 · von Joerg Hoewner · 2 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare
Wir werden immer wieder gefragt: Wie unterscheiden sich eigentlich eigentlich Chatgpt und GPT4? Welche Aufgabe würde man eher der einen und welche eher der anderen Anwendung stellen?
ChatGPT und GPT-4 sind eng miteinander verwandt, aber es gibt einige Unterschiede zwischen den beiden. ChatGPT basiert auf der GPT-4-Architektur, wurde jedoch speziell darauf trainiert, in einem Gesprächsformat besser zu funktionieren. Dies bedeutet, dass ChatGPT besser auf Fragen in einer menschenähnlichen Weise antwortet, indem es den Kontext des Gesprächs berücksichtigt.
GPT-4 hingegen ist ein allgemeinerer, leistungsstarker KI-Textgenerator, der für eine Vielzahl von Aufgaben verwendet werden kann, wie z.B. Textvervollständigung, Übersetzung und Zusammenfassung. GPT-4 kann auch in Gesprächen verwendet werden, aber es ist möglicherweise nicht so kontextsensibel oder engagiert wie ChatGPT.
Um den Unterschied in Bezug auf die Fragestellung besser zu verdeutlichen:
Fragen, bei denen eine kontextsensitive und engagierte Antwort erforderlich ist, sind besser für ChatGPT geeignet. Zum Beispiel:
- „Wie bereite ich mich am besten auf ein Vorstellungsgespräch vor?“
- „Welche Reisetipps kannst du für einen Besuch in Paris geben?“
Fragen, die eine allgemeinere Antwort oder Fertigkeiten wie Übersetzen, Zusammenfassen oder Textvervollständigung erfordern, können an GPT-4 gestellt werden. Zum Beispiel:
- „Übersetze diesen englischen Text ins Deutsche.“
- „Fasse den Inhalt dieses Artikels zusammen.“
Es ist wichtig zu beachten, dass beide Modelle auf dem gleichen grundlegenden Konzept und Technologie basieren, so dass sie in vielen Fällen ähnliche Ergebnisse liefern können. Die Hauptunterschiede liegen in der Art und Weise, wie sie für bestimmte Anwendungsfälle optimiert wurden.
Employer Branding: Wechselbereitschaft als Chance verstehen
29. März 2023 · von Arne Müller · 6 Minuten Lesedauer · 1 Kommentar

Gute Mitarbeitende zu finden und zu binden steht ganz oben auf der Liste der größten Herausforderungen für Unternehmen, die langfristig wettbewerbsfähig bleiben wollen. Wer Trends frühzeitig erkennt und sich darauf einstellt, kann im „War for Talents“ einen entscheidenden Unterschied machen. Wir haben deshalb einen Blick auf einige aktuelle Studien und Umfragen geworfen, die sich mit den Bedürfnissen und Motivationen der Menschen auf dem Arbeitsmarkt beschäftigen.
Weiterlesen →Wie funktioniert die Google-Suche?
17. März 2023 · von Richard Spitzbarth · 8 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare

Google ist die bekannteste und am häufigsten genutzte Suchmaschine weltweit. Aber wie funktioniert sie eigentlich? Es ranken sich viele Mythen, um das, was Google tut. Dabei besteht das grundsätzliche Problem darin, dass die Angaben aus dem Silicon Valley – aus nachvollziehbaren Gründen – keine tieferen Einblicke geben. Der Code ist geheim. In diesem Artikel erkläre ich die Funktionsweise hinter den Suchergebnissen anhand geleakter Daten einer anderen Suchmaschine und vermittle damit hoffentlich ein grobes Verständnis für die Arbeit hinter der Eingabemaske.
Weiterlesen →Prompt engineering: unverzichtbare Kompetenz für die „synthetische Kreativität“
25. Februar 2023 · von Joerg Hoewner · 5 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare

Über die verschiedenen KI-Werkzeuge zur Content-Synthese und die sich daraus ergebenden Möglichkeiten habe ich in den letzten Wochen schon eine ganze Reihe von teilweise sehr spannenden Artikeln gesehen. Ein zentraler Aspekt für die Steuerung dieser Werkzeuge wird dabei eher nebenbei erwähnt. So richtig klar wurde mir das am vergangenen Wochenende bei der Lektüre des spannenden Wired-Beitrags „Engine of Wow“ (US-Ausgabe Feb 2023) zum Thema Kunst/Design und AI. Gleichzeitig nehme ich immer mehr Sponsored Posts auf Instagram wahr, bei denen Anbieter wie Promptbase (https://promptbase.com) ihre Prompt-Sammlungen (Anm. d. Redaktion: Prompt = schriftlicher Befehl an die KI) verkaufen – hier entsteht anscheinend ein neues Geschäftsmodell.
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