depak-Tagung Kommunikationscontrolling – DPRG/ICV-Bezugsrahmen für tauglich befunden
9. Oktober 2015 · von Jörg Hoewner · 2 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare
Am Dienstag fand in Berlin die Tagung der depak zu „Strategie und Kommunikationscontrolling“ statt, bei der ReferentInnen von Großunternehmen wie Deutsche Post bis hin zu mittelständischen Unternehmen vertreten waren und Einblicke in ihre Herangehensweise beim Controlling von Kommunikationsaktivitäten gewährt haben. Insgesamt eine spannende und gelungene Veranstaltung, die mir bestätigt hat, dass wir mit unserer Arbeitsweise in diesem Bereich auf dem richtigen Dampfer sind. Speziell habe ich mitgenommen:
- Der DPRG/ICV-Bezugsrahmen zum Kommunikationscontrolling bietet nicht nur in der Theorie ein passendes Framework für die Aufgabe, den Wertbeitrag der Kommunikation zu bewerten. Beispiele aus der Praxis zeigen, dass es eben auch praktisch funktioniert. Wobei das Modell nicht sklavisch angewendet werden muss, sondern durchaus Raum für die Anpassung an eigene Bedürfnisse und Fragestellungen lässt.
- Der Bezug zum Controlling hilft Kommunikationsmanagern ungemein, Kommunikationsleistungen intern zu vermitteln – vor allem gegenüber internen Stakeholdern, die stärker betriebswirtschaftlich getrieben sind als Kommunikationsmanager. Eine Einbindung von Leuten aus dem Controlling kann dabei helfen, Akzeptanzhürden zu überwinden.
- Wertbeiträge in Heller und Pfenning („Outflow“) lassen sich nach wie vor nur sehr schwer ermitteln. In der Praxis wird das auch gar nicht verlangt, wenn man den Wertbeitrag entlang des Modells strategisch aus den Unternehmenszielen herleiten kann.
- Im Bereich der Internen Kommunikation lässt sich das Modell ebenfalls anwenden – es wird nur viel seltener gemacht als im Rahmen der externen Kommunikation. Hier sind wir dran.
Mut zur Unsicherheit: BarCamps als firmeninternes Format
8. Oktober 2015 · von Verena Waldbröl · 5 Minuten Lesedauer · 1 Kommentar
BarCamps, eine amerikanische Erfindung, sind mittlerweile auch in Deutschland angekommen: Ein, zwei Tage voller Präsentationen, Diskussionen, Workshops und Netzwerkpflege – aber ohne festes Programm und Referentenliste. Stattdessen stellen die Teilnehmer der „Un-Konferenzen“ nach einer kurzen Vorstellungsrunde ihre Themenideen vor – die oft völlig spontan entstehen. Jeder darf sich beteiligen, keiner muss. Per Handzeichen stimmt das Plenum ab, welche Themen interessant sind und in die Sessionplanung aufgenommen werden. So entsteht nach und nach ein gefüllter Stundenplan mit zahlreichen Angeboten. Themenschwerpunkte können, müssen aber nicht gesetzt werden. Klassische BarCamps sind beispielsweise völlig offen und können von der Social-Media-Strategie bis zum Whiskey-Tasting alles bieten, was die Teilnehmer interessiert. Weiterlesen →
Neu im Team: 10 Fragen an den K12-Zuwachs Christian Kakas
7. September 2015 · von Maike Liess · 2 Minuten Lesedauer · 1 Kommentar
Was war vor K12?
15 Jahre Praxiserfahrung, gesammelt in Marketing, Werbung und Unternehmensberatung. Für Hidden Champions und führende globale Konzerne.
Theorie gab es natürlich auch: Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann, BWL-Studium mit Schwerpunkt Marketing-Kommunikation sowie ein Bachelor in General Management mit dem Schwerpunkt Consulting.
Wo liegt deine Superpower?
Den Kern der Dinge zu erfassen. Und selbst im absoluten Chaos einen kühlen Kopf und die Orientierung zu bewahren.
Wie lautet dein Masterplan?
Stay hungry, stay foolish. Oder mit anderen Worte: Don’t grow up, it’s a trap!
Was kannst Du gar nicht leiden?
Ignoranz, Inkompetenz, Intoleranz.
Was machst du bei K12?
Ich bin Senior Berater für Change und interne Kommunikation. Der Schwerpunkt meiner Arbeit liegt auf dem Erarbeiten von Strategien und Maßnahmen, die Unternehmen bei der kreativen Entwicklung ihres Geschäfts unterstützen.
Womit kann man Dich begeistern?
Ich kann mich für Vieles begeistern, z.B. Entrepreneurial Design, gutes Essen, Natur, Oldtimer, Reisen und Riesling, um nur einige Dinge zu nennen.
Welche Figur aus de Muppetshow wärst du?
Keine
Du sitzt vor einem leeren Blatt Papier – Kampf oder Herausforderung?
Herausforderung, aus dem Papier etwas Sinnvolles zu gestalten. Aber auch Kampf, die passenden Worte zu finden, die den inhaltlichen Kern treffend vermitteln. Denn oft hängen Qualität und Qual eng zusammen.
Welche Projekte magst Du am liebsten?
Projekte, bei denen man Neuland betritt.
Wann hast du gemerkt, dass dir kreative Arbeit liegt?
Wahrscheinlich, als ich im Hause meiner Großmutter die riesige Wohnzimmertür mit einem kleinen Löffel aus den Angeln gehoben habe.
Positive Fehlerkultur. Wie wir richtig Fehler machen.
6. Juli 2015 · von Verena Waldbröl · 10 Minuten Lesedauer · 2 Kommentare
Tim Volkmann, geschäftsführender Gesellschafter unseres Tochterunternehmens 40° ist Spezialist für Innovation. Wir teilen seinen neuesten Beitrag aus dem Innovation Experience Blog natürlich gern:Erster Teil unserer Serie Innovationsfähigkeit
Warum sind manche Unternehmen innovativer als andere? Warum schaffen es manche Unternehmen in ihren Branchen den Ton anzugeben während andere hinterherlaufen? Warum werden manche Unternehmen zu Innovationsführern während andere nur über Innovation reden? Und warum um alles in der Welt ist uns das nicht eingefallen?
In unserer Serie Innovationsfähigkeit gehen wir der Sache jetzt auf den Grund. Im ersten Teil geht es um Fehler und darum, sie richtig zu machen.
„Fehler vermeidet man, indem man Erfahrung sammelt. Erfahrung sammelt man, indem man Fehler macht.“ Laurence Johnston Peter, amerikanischer Managementberater
Innovative Unternehmen gehen anders mit Fehlern um. Während die meisten Unternehmen versuchen, Fehler um jeden Preis zu vermeiden, lassen sie Fehler zu. Manchmal sogar mit Absicht. So sammeln sie Erfahrungen. Und erschaffen Neues. Denn wer innovativ sein möchte, braucht eine positive Fehlerkultur.
Gelähmt vor Angst
Fehler haben einen denkbar schlechten Ruf. Verständlich, denn Fehler kosten Geld, Zeit und Nerven. Und, wenn es zu viele Fehler werden, kosten sie den guten Ruf und damit all zu oft die Existenz. Die meisten Unternehmen haben daher eine besondere Art entwickelt, mit Fehlern umzugehen: Sie versuchen, sie zu vermeiden. Häufig um jeden Preis. Dafür greifen sie auf verschiedene Verfahren der Fehlervermeidung zurück. Dazu zählen Technologien zur Früherkennung potenzieller Fehlerquellen ebenso wie bewusste Management-Techniken zur Optimierung unsicherer Entscheidungen und eher unbewusste individuellen Techniken der Fehlervermeidung. Uns interessieren hier vor allem die persönlichen Vermeidungsstrategien, ihre Motive und Folgen – gerade weil sie meist unter der Oberfläche und daher unartikuliert bleiben.
Wer in Unternehmen die Verantwortung für weitreichende Entscheidungen – seien sie strategischer, prozessualer oder operativer Natur – trägt, kennt die Gedankenkaskade der Fehlervermeidung nur zu gut.
- Wo sind Fehlerquellen?
- Wie hoch ist das Risiko einer Fehlentscheidung?
- Welche Konsequenzen hätte die mögliche Fehlentscheidung?
Die letzte Frage ist kritisch, geht es dabei doch um die Möglichkeit, Fehler zurechenbar zu machen. Personen sind verantwortlich, sie tragen die Verantwortung für ihre Fehler – und zwar im wörtlichen Sinne. Damit wird die Fehlervermeidung zu einer persönlichen Angelegenheit. Der Projektabschluss, der nächste Karriereschritt, letztlich der Job, all das steht auf dem Spiel. Mal mehr, mal weniger. Wenn man sich dessen bewusst wird, versteht, warum viele Unternehmen gerade unter wachsendem Veränderungsdruck so agieren, wie sie agieren: zögerlich, uninspiriert und unentschlossen. Sie sind gelähmt vor Angst. Die Person, und mit ihr das Unternehmen.
Vom Fehlerkult zur Fehlerkultur
Konsequente Vermeidung von Fehlern bedeutet, sämtliche Bedingungen, Umstände und Konsequenzen einer Entscheidung genau zu kennen um sichere Grundlagen für die Entscheidung zu schaffen. Wer versucht Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft unter einen Hut zu bringen, bekommt es jedoch mit mindestens einer unbekannten Variabel zu tun. Man braucht nicht zu betonen, dass dieses Vorhaben illusorisch ist. Und kaum ein Unternehmen gibt sich noch ernsthaft dieser Illusion hin. Trotzdem arbeiten die Mechanismen der Fehlervermeidung ungeachtet dessen weiter. Wie effizient sie ihren Dienst verrichten wird spätestens dann klar, wenn der Vorstand seine Manager dazu auffordert, innovativer zu sein, visionärer zu denken und doch bitte etwas mehr Mut und Entschlossenheit zu zeigen. Eine Forderung, die übrigens immer häufiger gestellt wird. Der Effekt ist zumeist eine rege Betriebsamkeit, in der Projekte angestoßen, Meetings abgehalten und Workshops veranstaltet werden. Natürlich alles im Rahmen strikter Fehlervermeidung. Innovativer Output? Fehlanzeige.
Es gibt Unternehmen, in denen herrscht ein regelrechter Fehlerkult. Häufig sind diese Unternehmen extrem gut indem, was sie machen. Nicht selten zählen sie zu den Besten ihrer Branche. Ihre Prozesse sind optimal durchstrukturiert, die Produktqualität liegt auf gleichbleibend hohem Niveau, der Ausschuss und die damit einhergehenden Kosten gehen gegen Null. Wir finden fehlerresistente Unternehmen auch fernab der Produktion, etwa bei Agenturen oder Beratungshäusern. Ihre Gemeinsamkeit besteht in ihrer operativen Stärke, darin, über (weitgehend) fehlerfreie Verfahren und Routinen zu verfügen. Diese Stärke hat ihren Preis. Ein Manko fehlerresistenter Unternehmen ist es, auch dann keine Fehler zulassen zu können, wenn dies gewollt, notwendig oder sogar unvermeidlich ist. Etwa, wenn es um Innovation geht. Wer erfolgreiche Produkte, Dienstleistungen oder Geschäftsfelder entwickeln will, muss Fehler machen dürfen (und können). Und wer dauerhaft innovationsfähig sein möchte, braucht einen sehr bewussten Umgang mit Fehlern – eine positive Fehlerkultur.
Positive Fehlerkultur und Innovationsfähigkeit
Wer das Dilemma angehen möchte, muss zunächst die Angstlähmung überwinden. In einem Umfeld, das Fehler tabuisiert oder sogar sanktioniert, wird niemand freiwillig eigene Fehler zugeben sondern versuchen, diese unter den sprichwörtlichen Teppich zu kehren. Statt also aus Fehlern zu lernen werden sie ignoriert und bei nächster Gelegenheit reproduziert. Lernen und Erfahrungen sammeln wird so konsequent verhindert. Das Totschweigen von Fehlern ist ein echter Innovationskiller. Genau das gilt es, zu verhindern.
- Der erste Schritt in Richtung einer positiven Fehlerkultur ist das schlichte Zugeständnis, dass Fehler vorkommen. Das klingt banal, doch ganz so banal es nicht. Da der Fehler, eine Regelabweichung darstellt, die eigentlich gar nicht vorkommen dürfte, existieren keine (oder nur unzureichende) Erfahrungen, wie mit Fehlern umgegangen wird.
- Feedback geben, Kritik üben und Kritik annehmen können, all das gehört zu einem produktiven Umgang mit Fehlern.
- Nicht zuletzt braucht es Vorgesetzte, die als Vorbilder fungieren, sich und anderen Fehler eingestehen.
Wenn wir also eine positive Fehlerkultur fordern, dann geht es tatsächlich um Kultur. Es geht keineswegs darum, seine operative Stärke über Board zu werfen. Im Gegenteil, nur wer fehlbar ist, entwickelt sich weiter und kann seine hohen Standards halten.
Was für Unternehmen allgemein gilt, gilt besonders für Innovationsteams. Erfolgreiche Innovatoren motivieren ihre Teams geradezu, Dinge auszuprobieren und dabei Fehler zu machen, weil sie wissen, Lösungen entstehen nur dort, wo Fehler gemacht werden. Sie nutzen den Umstand, dass Fehler Leerstellen hinterlassen, die gezielt mit Lösungen besetzt werden können. Egal, ob Ideation, Business Model Generation oder Szenario-Technik, bei all diesen Ansätzen geht es darum, Ideen und Annahmen zu entwickeln, zu verfolgen und wieder zu verwerfen. Anders als klassische Managementtools, die in der Regel auf strikte Fehlervermeidung ausgerichtet sind und darum Unsicherheiten meiden, knüpfen sich gute Innovationsmethoden gezielt die Bereiche vor, in denen Unsicherheit herrscht:
- Marktveränderungen
- Trendbrüche
- sozialer Wandel
- disruptive Technologien.
Hier steckt das Potenzial für erfolgreiche Innovation. Doch um es zu heben reicht es eben nicht aus, einen gut bestückten Werkzeugkasten mit Methoden zu besitzen. Es braucht eine Kultur, die mit den Werkzeugen umgehen kann.
Richtig Fehler machen – eine Kurzanleitung
Wenn wir schon Fehler machen müssen, um innovativ zu sein, dann sollten wir auch wissen, wie man richtig Fehler macht. 40° unterstützt seine Kunden beim Aufbau leistungsstarker Innovationsteams. Unser Ansatz Enabling Innovation setzt dabei nicht nur auf die Vermittlung von Methodenkompetenz sondern auf den Aufbau einer innovationsfreundlichen Kultur. Ein offener und ehrlicher Umgang mit Fehlern ist dafür unumgänglich. Unsere Erfahrung zeigt übrigens, dass eine positive Fehlerkultur nicht nur Innovationsteams beflügelt sondern durchaus eine Vorbildfunktion für das Unternehmen insgesamt haben kann. Es lohnt sich also, Fehler aus einem ganz anderen Blickwinkel zu betrachten. Besonders wenn es um Innovation geht, braucht es einen Freiraum, in dem Fehler machen nicht nur erlaubt sondern erwünscht ist. Dabei sollte man allerdings diese fünf Punkte beherzigen:
- Fehler zugestehen: Klingt einfach, ist aber der schwierigste Punkt. Nur wer Fehler als Teil der Wirklichkeit anerkennt, kann lernen mit ihnen umzugehen. Handeln Sie danach. Nicht nur im Team.
- Vorbild sein: Als Teamleiter erfüllen Sie eine Vorbildfunktion. Nur wenn Sie einen ehrlichen Umgang mit Fehlern vorleben, kann es zum Kulturwandel kommen. Stehen Sie zu Ihren Fehlern. Und reden Sie drüber.
- Experimente wagen: Innovationsteams sind dafür da, Dinge auszuprobieren. Unterbrechen Sie keine laufenden Experimente auch wenn Sie der Meinung sind, dass sie in eine falsche Richtung laufen.
- Aus Fehlern lernen: Über Fehler wird sehr schnell hinweg gegangen. Begreifen Sie Fehler als Lernanlässe, gehen Sie (vermeintlichen) Irrtümern nach und beleuchten Sie sie von verschiedenen Seiten. Es lohnt sich.
- Erfahrbar machen: Spielen Sie mit Fehlern. Probieren Sie aus, unter welchen Bedingungen Irrtümer zu Erfolgen werden. Gerade, wenn es um Kreativität und Ideenentwicklung geht entstehen die besten Lösungen meistens aus Fehlern.
Sie haben Fragen zu positiver Fehlerkultur und Innovationsfähigkeit? Dann fragen Sie: tim.volkmann@40grad.de
Mitarbeiterbefragung: Die zehn häufigsten Fehler
20. Mai 2015 · von Verena Waldbröl · 8 Minuten Lesedauer · 4 Kommentare
Unternehmen erhoffen sich viel von Umfragen innerhalb der Belegschaft – und das zu Recht. Eine Mitarbeiterbefragung kann und soll der Auftakt wichtiger Veränderungsprozesse sein. Sie liefert neue Erkenntnisse, erhöht die Mitarbeiterbindung und trägt zur kontinuierlichen Verbesserung von Prozessen bei.
Um diese hochgesteckten Ziele zu erreichen, muss sie jedoch von Anfang an richtig geplant werden. Und das ist gar nicht so leicht: Von der Fragebogenerstellung bis zur Überprüfung der Maßnahmen wartet eine Reihe von Fallstricken. Wir haben die zehn häufigsten zusammengestellt: Weiterlesen →