KI in der Internen Kommunikation und Veränderungskommunikation: Chancen und Grenzen
2. Dezember 2024 · von Jörg Hoewner · 10 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare

Von Jörg Hoewner/Christian Roberts/Jonas Wilmesmeier
Ein Unternehmen ohne Führungskräfte? Kaum vorstellbar. Trotz flacher Hierarchien und flexibler Teams spielen Führungskräfte in den meisten Unternehmen nach wie vor eine zentrale Rolle. Sie sollen Vorbild sein, Orientierung geben, die Strategie vermitteln und ihre Mitarbeitenden motivieren. Dies gilt insbesondere bei Veränderungsprozessen, die in einer krisengeschüttelten VUCA-Welt immer häufiger auf der Agenda stehen. Doch zwischen Anspruch und Wirklichkeit klafft laut Gallup Studie 2022 eine gewaltige Lücke: Nur ein Drittel der Mitarbeitenden fühlt sich von seiner Führungskraft ausreichend unterstützt. Drei Viertel der Befragten sehen Verbesserungspotenzial bei der Führungsqualität in ihrem Unternehmen. Kann KI hier helfen?
Weiterlesen →Interne Kommunikation in Krisenzeiten: die Unsicherheitsfalle
15. August 2024 · von Jonas Wilmesmeier · 8 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare

Geopolitische Spannungen, politische Unsicherheiten vor der eigenen Haustür, Klimawandel, Fachkräftemangel, eine schwache Binnennachfrage und ein Marktumfeld, das Investitionen nicht gerade begünstigt. Die deutsche Wirtschaft ist im Jahre 2024 mit einer Vielzahl von Unsicherheiten konfrontiert. Da verwundert es kaum, dass immer mehr Unternehmen sich schwer tun mit der Internen Kommunikation. Denn was soll man schon sagen, wenn es schlicht keine Erfolgsmeldungen gibt und jeden Tag nur noch mehr Herausforderungen zu lösen sind? Darüber hinaus sind auch Kommunikationsverantwortliche nicht von aktuellen Sparvorgaben ausgenommen – da fallen Präsenzveranstaltungen und die neue Mitarbeitenden-App schnell dem Rotstift zum Opfer.
Weiterlesen →Buchtipp: Monique Zytnik – “Internal Communication in the Age of Artificial Intelligence”
10. Juni 2024 · von Joerg Hoewner · 3 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare
Kurzverdikt: Sehr lesenswert
Monique Zytnik ist eine international anerkannte Expertin auf dem Gebiet der Internen Kommunikation.
Umso gespannter waren wir auf das auf LinkedIn angekündigte Buch “Internal Communication in the Age of Artificial Intelligence“. Denn die Frage, wie KI auch die Interne Kommunikation verändert, beschäftigt uns nicht erst seit dem ChatGPT-Hype.
Denn es geht nicht nur um die Auswirkungen auf die Content-Produktion, sondern auch um neue UX-Konzepte für Intranets, um persönliche Assistenten, um ganz neue Möglichkeiten. Insofern war der Titel natürlich geeignet, die Neugier zu wecken und in die Höhe zu treiben.
Das rund 120 Seiten starke Werk beginnt aber grundsätzlicher. Es geht um die Rolle und Funktion der Internen Kommunikation, um einen strategischen Ansatz für die Interne Kommunikation als Voraussetzung für eine Kommunikationswirkung, um Leadership, Stakeholder Alignment und andere Grundlagen. Besonders spannend ist der Ausflug in die Kommunikation in Netzwerken („Multidirectional Communications“) und die Immersive Communications. Bei letzterem geht der Begriff weit über die enge Betrachtung von technisch-immersiver Kommunikation hinaus (Stichwort: Metaverse), immersiv ist Kommunikation dann, wenn der Mitarbeiter im Zentrum des Erlebnisses steht und über mehrere Kanäle (“multisensorisch”) angesprochen wird.
Dem Thema KI ist am Ende ein Kapitel gewidmet, das einen allgemeineren Ausblick auf die Möglichkeiten gibt und einen Ansatz vorstellt, wie ein IK-Team an das Thema KI herangeführt werden kann. Soweit so gut, aber noch nicht in der Tiefe, die ich mir aufgrund des Titels erhofft hatte.
An anderen Stellen wird KI als Thema eingestreut, aber es geht eben noch nicht darum, was wir wirklich an Neuem erwarten können.
Das Buch ist sehr gut lesbar geschrieben, man merkt auf jeder Seite, dass Monique Zytnik sich intensiv mit anderen Expert:innen austauscht, Studien und Fachartikel rezipiert und über Insights aus internationalen Projekten verfügt.
All das macht das Buch sehr lesenswert, um einen sehr aktuellen Überblick über den State of the Art of Internal Communications 2024 zu bekommen.
Unternehmensnachfolge: Balanceakt zwischen Herkunft und Zukunft
7. März 2024 · von Julia Küter · 11 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare

„Damals war die Idee, dass ich für einen gewissen Zeitraum ins Unternehmen komme und dann für einen späteren Zeitraum wieder zurückkomme. Aber es war sehr schnell klar, dass die Leidenschaft, die Loyalität, die Art und Weise wie hier im Familienunternehmen gearbeitet wird, dass es nicht Vergleichbares gibt (…) Eine Hauptaufgabe von uns allen ist, Herkunft und Zukunft miteinander zu verbinden und dass man sich der Erfolge der Vergangenheit bewusst ist und die Gründe dafür versteht, um dann in der Zukunft darauf aufzubauen“, erzählt ein junger Mann. Er sitzt entspannt im Stuhl, ein Lächeln auf den Lippen. „Maximilian hat das ja weiterentwickelt und das macht mich so stolz. Er hat eben darauf aufgesetzt und einen Purpose für das Unternehmen definiert, was eben den Mitarbeitern auch eine Sinnstiftung vermittelt (…)“, erzählt ein älterer Herr weiter und er sieht wirklich stolz aus. Wer hier spricht, sind Martin und Maximilian Viessmann, Vater und Sohn. Das Video ist auf April 2021 datiert, wenige Monate später hat Maximilian Viessmann als alleiniger CEO das Unternehmen in vierter Generation von seinem Vater übernommen.
Weiterlesen →Kultur gewinnt: Vier Trends für das Employer Branding 2024
16. Januar 2024 · von Arne Müller · 4 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare

Employer Branding gewinnt als Werkzeug der strategischen Unternehmensentwicklung weiter an Bedeutung. Und: Arbeitgeberattraktivität ist vor allem ein Kulturthema. Das verdeutlichen auch unsere Trends für 2024, die eng miteinander verbunden sind.
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