Nach Lehrbuch oder nach Gefühl? – Was „agile Kommunikation“ für Unternehmen bedeuten kann
26. Oktober 2020 · von Verena Waldbröl · 10 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare

Agil ist wie 42 – die Antwort auf alles (Erklärung lesen). Kommt uns zumindest manchmal so vor. Aber stimmt das? Und was heißt das für die Kommunikation? Wir haben zwei Menschen gefragt, die sich aus unterschiedlichen Gründen damit auskennen: Matthias Friedmann, unser Projektmanager für Online- und Webprojekte, ist zertifizierter Product Owner und kennt die Lehre aus dem Effeff. Unsere Senior-Change-Beraterin Mey El-Hossini gibt Seminare zur agilen Unternehmenskommunikation und weiß, dass man die Regeln im Sinne der Umsetzbarkeit auch mal Regeln sein lassen muss. Weiterlesen →
Siezt Du noch oder Duzen Sie schon? Die Anrede als kulturprägender Faktor in Unternehmen
7. September 2020 · von Arne Müller · 7 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare
„You can say you to me!“ Dieser Witz-Klassiker bringt das Dilemma vieler Deutscher in einer globalisierten Businesswelt auf den Punkt. Im Meeting eben noch beim kollegialen „Du“, wechselt die Anrede im Aufzug wieder zurück zum hierarchisch-formellen „Sie“: Diese kommunikative Hybris, auch „Suzen“ genannt, sorgt im beruflichen Umfeld für Irritationen und Verunsicherung auf allen Ebenen – ernstzunehmende Störfaktoren für eine moderne kollaborative Unternehmenskultur. Weiterlesen →
Buchtipp: „Public Relations und Digitalisierung“ von Dieter Herbst und Thomas Schildhauer
31. August 2020 · von Joerg Hoewner · 2 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare
Kurzverdikt: Lesenswert
Vorweg: Es geht nicht um die Digitalisierung der PR, sondern um die Rolle von Kommunikation in Digitalisierungsprozessen bzw. der digitalen Transformation. Wobei ich finde, dass „PR“ oder „Public Relations” hier einen Deutungsrahmen setzt, der zu sehr die Perspektive der externen Kommunikation impliziert – jedenfalls setzt das bei den meisten Leuten einen entsprechenden Trigger.
Inhaltlich-begrifflich passt „PR” nicht, da Digitalisierungsprozesse kommunikativ nach innen und nach außen begleitet und katalysiert werden müssen. Wir reden hier von Veränderungskommunikation (intern und extern) bzw. von Transformationskommunikation.
Gut ist: Im Buch spiegelt sich dieses ganzheitliche Verständnis von Kommunikation in Transformationsprozessen wider und eine Reihe von Positionen empfinde ich als erfrischend:
- Dass Transformationskommunikation von ihren Zielen her gedacht wird (Bekanntheit, Wissensvermittlung, Einstellung, Veränderungsbereitschaft und Aktivierung) und Erfolgskontrolle – häufig unterbelichtet – zentral ist.
- Als Haupthindernis werden emotionale und kulturelle Faktoren ausgemacht, die durch eine rein rationale und mono-modale Kommunikation nicht bearbeitet werden können.
- Zentral werden daher Kommunikationsformate, die mehrere Sinne (auch) emotional ansprechen können. Dazu gehören Storytelling-Formate („Storywelten” als Stichwort) und Erlebnis-Formate.
- Innerhalb dieser Formate spielen (distinktive) Bilder eine herausragende Rolle, wobei „Bilder” weit gefasst sind, gemeint sind sowohl sprachliche Bilder als auch „visuelle Bilder”.
Was mir neben dem Titel nicht so gefällt, ist, dass der Fokus zu sehr auf auf digitale Kommunikationskanäle gelegt wird. Klar, es gibt tolle Möglichkeiten beim digitalen Storytelling. Aber wenn es darum geht, sowohl Ratio als auch Emotio anzusprechen, sind Maßnahmen wie Live-Events (außer zu Corona-Zeiten), Erlebnis-Parcours oder wirkungsvolle Reden nach wie vor zentral und relevant.
Kurzum: Gutes Buch. Kann man an zwei Wochenendnachmittagen durcharbeiten …
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Krise macht kreativ: So geht Leitsatz-Vermittlung in Zeiten von Corona
24. Juni 2020 · von Mey El-Hossini · 8 Minuten Lesedauer · 1 Kommentar
Oder: Alles Corona? Wie gute Kommunikation in Krisenzeiten Mehrwert schafft. Das Beispiel DB Fernverkehr.
Von Michelle Distelrath und Mey El-Hossini
Flagge zeigen in der Krise
Auf allen Kanälen der Unternehmenskommunikation beherrscht die Corona-Pandemie seit Wochen die Agenda, speziell dort, wo die Pandemie am heftigsten spürbar ist – wie bei Deutsche Bahn Fernverkehr. Doch Corona ist nicht alles. Gerade in der Krise, die jede Mitarbeiterin und jeden Mitarbeiter fordert, zählen Kontinuität und eine gemeinsame Identität. Leitsätze im Unternehmen zu vermitteln, bleibt also wichtig.
DB Fernverkehr hat bereits 2017 entsprechende Leitsätze entwickelt. In einem jährlichen Wettbewerb zeigen die Mitarbeitenden, wie sie diese Maximen im Alltag leben. Wegen der Corona-Krise stand dieser TEAM Cup vor dem Aus. Dass es anders kam, zeigt, was gute Kommunikation mit kreativen Lösungen gerade in der Krise leisten kann. Weiterlesen →
Heute für morgen lernen: Warum sich Unternehmen auf eine neue Normalität einstellen müssen – und wie das gelingt
24. Juni 2020 · von Verena Waldbröl · 5 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare
Die Corona-Pandemie hat innerhalb kürzester Zeit vieles in Bewegung gebracht, was vorher unmöglich schien: Die gewohnte Zusammenarbeit und eingespielte Prozesse mussten plötzlich auf remote umgestellt werden. Eine Herausforderung auch für die Unternehmenskultur und das soziale Miteinander. Weiterlesen →

