Veränderungskommunikation

Nahbar, transparent, individuell: So unterstützen Podcasts die interne Kommunikation in Zeiten der Veränderung

26. Oktober 2020 · von Saskia da Costa Zuzarte · 11 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare

Podcasts: On Air

Nationale und internationale (Wirtschafts-)Krisen, steigender Digitalisierungsdruck, Glokalisierung, Remote Work – die Liste der Dinge, die seit Jahren (Jahrzehnten!) Unternehmen vor Herausforderungen stellen, ist scheinbar endlos. Für den Job der internen Kommunikation bedeutet das: Anhaltende Veränderungsprozesse müssen strategisch aufgesetzt und begleitet werden. Was in diesem Kontext schnell klar wird: Nicht nur Unternehmen selbst, auch die Interne Kommunikation muss sich neu orientieren und organisieren. Die IK ist essenzieller Treiber, um diesen Herausforderungen zu begegnen und sie in Chancen zu verwandeln. Die Frage, die sich viele KommunikationsexpertInnen dabei stellen: Wie kann ich strategische Visionen, Botschaften, Inhalte, Themen und Meinungen intern so aussteuern, dass sie alle Mitarbeitenden erreichen, diese zu Unterstützern machen und die Wirkung nachhaltig ist? Wie kann ich Kommunikation schaffen, die informiert und gleichzeitig die Akzeptanz für Veränderungsprozesse fördert?

Ein Format oder ein Medium allein kann dabei niemals die Antwort auf diese Fragen sein und Inhalte sollten weiterhin die Medienauswahl bestimmen. Jedoch: Für die IK lohnt sich der Blick in die Schwesterdisziplin Externe Kommunikation. Dort sind in den letzten Jahren mannigfaltige neue Medien entstanden, die ebenfalls Antwort auf die Herausforderungen der heutigen Zeit und das neue Medienkonsumverhalten der Menschen sind. Wer Medien einsetzt, die Nahbarkeit herstellen, Transparenz schaffen und individuell nutzbar sind, ist daher schon einen Schritt weiter. Für die IK kann dieser Schritt „interner Podcast“ heißen.

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Nach Lehrbuch oder nach Gefühl? – Was „agile Kommunikation“ für Unternehmen bedeuten kann

26. Oktober 2020 · von Verena Waldbröl · 10 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare

Agil ist wie 42 – die Antwort auf alles (Erklärung lesen). Kommt uns zumindest manchmal so vor. Aber stimmt das? Und was heißt das für die Kommunikation? Wir haben zwei Menschen gefragt, die sich aus unterschiedlichen Gründen damit auskennen: Matthias Friedmann, unser Projektmanager für Online- und Webprojekte, ist zertifizierter Product Owner und kennt die Lehre aus dem Effeff. Unsere Senior-Change-Beraterin Mey El-Hossini gibt Seminare zur agilen Unternehmenskommunikation und weiß, dass man die Regeln im Sinne der Umsetzbarkeit auch mal Regeln sein lassen muss. Weiterlesen →

Siezt Du noch oder Duzen Sie schon? Die Anrede als kulturprägender Faktor in Unternehmen

7. September 2020 · von Arne Müller · 7 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare

Du oder Sie?

„You can say you to me!“ Dieser Witz-Klassiker bringt das Dilemma vieler Deutscher in einer globalisierten Businesswelt auf den Punkt. Im Meeting eben noch beim kollegialen „Du“, wechselt die Anrede im Aufzug wieder zurück zum hierarchisch-formellen „Sie“: Diese kommunikative Hybris, auch „Suzen“ genannt, sorgt im beruflichen Umfeld für Irritationen und Verunsicherung auf allen Ebenen – ernstzunehmende Störfaktoren für eine moderne kollaborative Unternehmenskultur. Weiterlesen →

Buchtipp: „Public Relations und Digitalisierung“ von Dieter Herbst und Thomas Schildhauer

31. August 2020 · von Joerg Hoewner · 2 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare

Kurzverdikt: Lesenswert

Vorweg: Es geht nicht um die Digitalisierung der PR, sondern um die Rolle von Kommunikation in Digitalisierungsprozessen bzw. der digitalen Transformation. Wobei ich finde, dass „PR“ oder „Public Relations” hier einen Deutungsrahmen setzt, der zu sehr die Perspektive der externen Kommunikation impliziert – jedenfalls setzt das bei den meisten Leuten einen entsprechenden Trigger.

 

Inhaltlich-begrifflich passt „PR” nicht, da Digitalisierungsprozesse kommunikativ nach innen und nach außen begleitet und katalysiert werden müssen. Wir reden hier von Veränderungskommunikation (intern und extern) bzw. von Transformationskommunikation.

Gut ist: Im Buch spiegelt sich dieses ganzheitliche Verständnis von Kommunikation in Transformationsprozessen wider und eine Reihe von Positionen empfinde ich als erfrischend:

 

  1. Dass Transformationskommunikation von ihren Zielen her gedacht wird (Bekanntheit, Wissensvermittlung, Einstellung, Veränderungsbereitschaft und Aktivierung) und Erfolgskontrolle – häufig unterbelichtet – zentral ist.
  2. Als Haupthindernis werden emotionale und kulturelle Faktoren ausgemacht, die durch eine rein rationale und mono-modale Kommunikation nicht bearbeitet werden können.
  3. Zentral werden daher Kommunikationsformate, die mehrere Sinne (auch) emotional ansprechen können. Dazu gehören Storytelling-Formate („Storywelten” als Stichwort) und Erlebnis-Formate.
  4. Innerhalb dieser Formate spielen (distinktive) Bilder eine herausragende Rolle, wobei „Bilder” weit gefasst sind, gemeint sind sowohl sprachliche Bilder als auch „visuelle Bilder”.

 

Was mir neben dem Titel nicht so gefällt, ist, dass der Fokus zu sehr auf auf digitale Kommunikationskanäle gelegt wird. Klar, es gibt tolle Möglichkeiten beim digitalen Storytelling. Aber wenn es darum geht, sowohl Ratio als auch Emotio anzusprechen, sind Maßnahmen wie Live-Events (außer zu Corona-Zeiten), Erlebnis-Parcours oder wirkungsvolle Reden nach wie vor zentral und relevant.

 

Kurzum: Gutes Buch. Kann man an zwei Wochenendnachmittagen durcharbeiten …

 

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