Digital & Online

Social Media und Medienkompetenz in der Schule

9. August 2022 · von Babette Schneckener · 6 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare

Ein Stapel bunter Tablets

Von Babette Schneckener und Delia West

Gefährden Online-Spiele die Jugend? Können soziale Medien depressiv machen? Sollten DSGVO und Mediennutzung Teil des Unterrichts sein? Wer sich über digitale Medien und Schule informiert, stößt schnell auf die ganz großen gesellschaftlichen Themen. Praktische Fragen der Ausstattung und Medienkompetenz spielen dagegen eine eher untergeordnete Rolle. Dabei sind sie das, was Schulen wirklich umtreibt – wie wir in einer Projektzusammenarbeit mit einem Leverkusener Gymnasium erfahren haben.

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Buchtipp: „SEO for everyone“ von Rebekah Baggs & Chris Corak

SEO for Everyone

24. Juni 2022 · von Joerg Hoewner · 3 Minuten Lesedauer · 2 Kommentare

Kurzverdikt: Sehr empfehlenswert

Es gibt so kleine Fachverlage, die sind wirkliche Schmuckstücke: „A Book Apart“ ist so ein Beispiel. „A Book Apart“ veröffentlicht Bücher rund um Verhaltenspsychologie, Management von kreativen Produkten, UX/UI, Content Entwicklung, SEO und vertreibt diese als Hard Copy und Download über die eigene Website. Das Motto: „Brief books for people who design, write, and code. We shed light on the industry´s most essential topics in a format that´s practical and fun.“ Sagt eigentlich schon viel.

Die Bücher sind wirklich ansprechend und übersichtlich gestaltet und machen sich als Reihe im Buchregal besonders gut. Der Umfang der inzwischen 41 Bände liegt so zwischen 100 und 200 Seiten.

SEO for Everyone

„SEO for everyone“ klingt erst einmal nach einem Lariefarie-Einsteigerbuch, aber der Titel täuscht. Ja, es kann mit 170 Seiten Nettoumfang nicht mit einem 800-seitigen SEO-Kompendium mithalten. Aber die Autoren vermitteln ein fundiertes Mindset dazu, wozu SEO-Insights und vor allem wie die SEO-Daten im Sinne der Entwicklung einer stakeholderorientierten Kommunikation und Content-Strategie genutzt werden können. Also weniger die übliche Website-Optimierung ist hier zentral, sondern die etwas größere Perspektive.

Das gefällt mir.

Relevante Themen sind z.B.:

  • Was steckt in Suchergebnissen eigentlich an Insights drin?
  • Was ist Search Intent und wie kommt man einem Verständnis von Search Intent näher?
  • Wie können User Interviews genutzt werden, um einen Beitrag zu SEO-Maßnahmen zu leisten?
  • Wie identifiziere ich Content-Lücken?
  • Wie hängen Suchen und Stakeholder Journeys zusammen? Und was heißt das für Content? Welchen Beitrag leisten SEO-Daten zum User Journey Mapping?
  • Welche Insights liefern SEO-Daten für die Informationsarchitektur?
  • Wie können Suchdaten für die Inhalts- und Redaktionsplanung und für die Entwicklung passender Content-Formate genutzt werden?

Bei den klassischen SEO-Themen wie technische Optimierung usw.. bietet es in der Tat nur einen guten, aber kurzen Überblick. Aber das ist auch ok so. Content ist King.

Das Buch lässt sich hier beziehen: https://abookapart.com/products/seo-for-everyone.

Buchtipp: Marco Hassler: From data-driven to people-based marketing

31. Dezember 2021 · von Joerg Hoewner · 3 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare

Kurzverdikt: Empfehlenswert.

Marco Hassler ist insofern ein „alter Bekannter“, als er schon früher empfehlenswerte Literatur rund um „Digital Analytics“ veröffentlicht und sich somit an der Schnittstelle von Daten und Technologie bewegt hat (siehe Buchtipp: Web Analytics).

Nun dreht er das Rad weiter und eröffnet den Blick auf ein zukünftiges Anwendungsfeld von Daten und Technologie, dem People-based marketing. So definiert er

„People-based marketing is an approach to marketing that puts the user at the center of consideration, brings together their cross-channel and cross-device interactions into a user profile, and thus enables companies to design a seamless personalized customer experience across different journey breakpoints and allows marketing targeting on a one-to-one basis.“

Das klingt einmal mehr nach „Marketing zu Ende gedacht“, insofern als dass die meisten Definitionen von Marketing einen kundenzentrierten Ansatz propagieren, aber in der Praxis wird dann doch in „Zielgruppen“ gedacht.

Der Ansatz des People-based marketing lässt aber den o.g. Marketing-Ansatz als realisierbar erscheinen, weil zunehmend die Möglichkeiten dafür gegeben sind. Dafür sind jedoch eine ganze Reihe von hohen Hürden zu nehmen, wobei die größten davon durch die in der EU geltenden Datenschutzgesetze gesetzt werden. Wie es trotzdem gelingen kann, einen datenbasierten Ansatz zu realisieren bei gleichzeitiger Berücksichtigung des Datenschutz, dem widmet sich Hassler in dem Buch ausgiebig. Dabei bleibt es allerdings bei einer „high-level“-Betrachtung, also eher eine strategischen Perspektive: Wer sich ein „How-to“-Buch wünscht, wird hier eher enttäuscht.

Welche Themen werden behandelt?

  • Was ist Customer centricity und wie nähert man sich dem Thema? Hier werden Konzepte wie „Personas“ oder „Customer journeys“ erweitert („Macro journeys“, „Motivational spaces“, …)
  • Welche Ansätze zur Datengenerierung und Datensammlung gibt es? Wie können User-Profile geräteübergreifend und kanalübergreifend generiert werden? Stichwort: First-Party-Datenstrategie.
  • Martech („Marketing Technologies“): Ein Überblick über Werkzeuge und Auswahlstrategien.
  • Wie plant und implementiert man „people-based marketing“?

Das Thema scheint von der Alltagspraxis von Kommunikatoren im Bereich der Unternehmens- oder Marketingkommunikation noch meilenweit entfernt, aber in einer zunehmend konvergenten Marketing- und Kommunikationswelt sollte man sich mit den Möglichkeiten und dem einhergehenden Paradigmenwechsel schon jetzt auseinandersetzen. Vor allem ergeben sich für uns eine Reihe von spannenden Fragen, wie man den Ansatz oder Teile davon auf Kommunikation übertragen kann. Wie z.B. der Ansatz in datenärmeren Umfeldern wie im industriellen B2B-Umfeld umgesetzt werden kann?

Kurzum: Rundum inspirierend und zum Nachdenken anregend. Daher Kaufempfehlung.

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Helena Milas: „Höhenflüge lieber nur beruflich“

2. Dezember 2021 · von Verena Waldbröl · 2 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare

Helena Milas

Was machst du bei K12?

Ich bin Beraterin für Digitale Kommunikation.

Was war vor K12?

Ich habe Deutsch und Italienisch im Bachelor und Rhetorik im Master studiert. Nebenbei habe ich als Werkstudentin bei Daimler gearbeitet und die Unternehmenskommunikation kennengelernt. Danach startete ich als Beraterin für Projektmanagement und digitale Kommunikation im Bereich Starkregen- und Hochwasserrisikomanagement. Von dort aus ging es dann zu K12.

Wann hast du zuletzt etwas Neues ausprobiert und was war das?

Einer meiner Freunde hat letztes Jahr seinen Privatpilotenschein gemacht. Vor Kurzem lud er uns zu einem Rundflug in seiner Cessna ein. Es hat mich daran erinnert, warum aus mir und dem Flugsport nie etwas geworden ist.

Wo liegt deine Superpower?

Ich verliere niemals die Geduld, bin selbstreflektiert und bringe viel Verständnis für meine Mitmenschen auf.   

Womit kann man dich begeistern?

Mit gutem Essen, tollen Filmen und neuen Eindrücken.

Was kannst du gar nicht leiden?

Nougat. Ich vermisse die Schokocroissants aus meiner Kindheit, die noch mit richtiger Schokolade gefüllt waren.

Welches Problem würdest du gerne lösen?

Ich würde gerne auf medizinische Forschungsmethoden umstellen, die komplett ohne Tiermodelle auskommen. Aber mit sozialer und globaler Gerechtigkeit bin ich auch erst einmal zufrieden.

Hast du ein verborgenes Talent?

Ich kann mein Auto aus einem fahrenden Auto abschließen.

Wie lautet dein Masterplan?

Genug Raum für Spontaneität zu lassen.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?

Was ist deine Lieblingsserie?

Die hohe Kunst des Community-Managements

10. November 2021 · von Melanie Keifens · 10 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare

Ein Like auf eine Wand gespüht

Interview: Saskia da Costa Zuzarte

Was haben Experimentierfreude und Empowerment mit Community-Management zu tun? Wie können Community-Manager:innen in ihren Communities eine konstruktive Diskussionskultur fördern? Und: Kann man Social Media eigentlich ohne Community-Management denken? Unsere Kollegin Saskia da Costa Zuzarte hat nachgefragt :bei Prof. Dr. Marc Ziegele, Professor für politische Online-Kommunikation am Institut für Sozialwissenschaften der HHU und Dominique Heinbach M. A., wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Nachwuchsforschungsgruppe „Deliberative Diskussionen im Social Web“ am Institut für Sozialwissenschaften der HHU. Ihre Antworten auf diese und viele weitere Fragen rund um die Kunst des Community Managements haben wir für euch im Blog zusammengetragen.

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