Digital & Online

Update der PR/Web2.0-Trendmap

10. August 2006 · von Jörg Hoewner · 1 Minute Lesedauer · Keine Kommentare

Autor: Jörg Hoewner Vor vielen Monaten habe ich eine Trendmap zum Thema (Online-)Kommunikation gepostet, die bisher eine gute Resonanz und viele Abrufe generiert hat. Ich habe mich noch mal daran gesetzt und ein Update entwickelt. Viel (aus meiner Sicht) Falsches musste ich nicht rausfiltern, allerdings habe ich einige Aspekte konkretisiert. Schaut selbst. Vorschläge dazu? Zur Erklärung: Die blauen Pfeile sind verstärkende Beziehungen, die roten Pfeile negative Rückkopplungen. Die Grafik ist unter einer Creative Commons-Lizenz veröffentlicht und kann daher für eigene Zwecke genutzt werden (unter Nennung der Quelle). Klicken = Vergrössern! Verwandte Beiträge dazu: >>Web 2.0 – Update

PR 2.0?

22. Juni 2006 · von Jörg Hoewner · 2 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare

Autor: Jörg Hoewner

Klar, dass nach Web 2.0 die Diskussion um PR 2.0 los geht. Allerdings hat mich das, was ich bisher dazu gelesen habe, nicht so wirklich überzeugt. Es fehlt noch ein glaubwürdiger Ansatz (was ja ok ist, denn wir alle müssen die Entwicklungen um Web 2.0 erst einmal verstehen!).

Klar, müssen Blogger ernst genommen werden, ja, die Kommunikations-Intermediäre wie Agenturen und Journalisten haben nicht mehr die alleinige Informationshoheit. Darauf mit PR-Spam in Social media zu reagieren, ist sicherlich keine Lösung, wie Steve Rubel zu Recht feststellt. So ein Versuch kann nach hinten losgehen.

Die Pressemitteilung 2.0 auf den Weg zu bringen, die mit allerlei Web2.0-features garniert Journalisten beglücken soll hat der entwickelnden Agentur Cymfony auf jeden Fall eine Menge Blog-Coverage eingebracht. Die ersten Reaktionen darauf sind allerdings nicht gerade euphorisch – zumindest im deutschsprachigen Raum.

Auf der anderen Seite ist es natürlich – aus Sicht der PRler – eine naheliegende Idee, Pressemitteilungen mit Trackbacks auszustatten, wie es PRWeb vormacht (gefunden bei David Meerman Scott: „Press releases as viral marketing fodder“). Man stelle sich das Konzept übertragen auf die Print-Medienwelt vor: In welchen Zeitungsartikeln welche Pressemitteilungen verarbeitet wurden, wäre öffentlich nachvollziehbar… 😉

Ob nun PR-Podcasting PR 2.0 ist – ich weiss es nicht. Der Beitrag von Stuart Bruce tritt jedenfalls beim Thema „PR 2.0“ mächtig auf die Bremse und holt einige Mythen auf den Boden der Tatsachen zurück. Ein bisschen polemisch, aber sehr lesenswert.

Verwandte Beiträge dazu:
>>Die Zukunft der Pressemitteilung? Press release 2.0

Neue Ad-Chanels / Werben in Blogs, Foren, Podacasts und RSS-Feeds immer beliebter

12. Juni 2006 · von Frederik Bernard · 1 Minute Lesedauer · Keine Kommentare

Autor: Frederik Bernard | FBKB

Laut einer Studie von PQ Media sind die neuen „Web 2.0“-Anwendungen Blogs, RSS und Podcasts immer beliebter bei Werbungstreibenden. So fielen beispielsweise bereits über 16 Mio. Dollar in die Werbebudgets für Blogs – eine Steigerung von fast 200% – und immerhin bereits über 3 Mio. Dollar in Podcasts. Mehr dazu gibt es unter www.pqmedia.com.

Die Zukunft der Pressemitteilung? Press release 2.0

6. Juni 2006 · von Jörg Hoewner · 1 Minute Lesedauer · Keine Kommentare

Autor: Jörg Hoewner

Vor einigen Tagen hat SHIFT Communications, eine Kommunikationsagentur aus San Francisco, den Nachfolger der Pressemitteilung vorgestellt: Die „Social media press release“. Im Prinzip ist das eine Pressemitteilung, die durch social media-features ergänzt wird, wie del.icio.ous-Bookmarks, Technorati-Tags, RSS-Feeds und multimedialen Elementen.

Im Basic Thinking-Blog von Robert Basic hat sich darüber umgehend ein engagierter Diskurs über das Pro und Kontra entwickelt: Die meisten Kommentare sind eher (sehr) skeptisch, ob das bei Redakteuren funktionieren wird, die sich gerade einmal an E-mails gewöhnt haben – wenn überhaupt. Ich sehe das ähnlich – auch, wenn mir die „Pressemitteilung 2.0“ wirklich Spaß machen würde – aber ich bin eben auch ein bisschen Geek…

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Online-Demonstrationen nicht strafbar: Zur ersten Online-Demo in Deutschland…

2. Juni 2006 · von Jörg Hoewner · 2 Minuten Lesedauer · 2 Kommentare

Autor: Jörg Hoewner

Wie Spiegel Online gestern meldet, sind Online-Demonstrationen nicht strafbar. Eine Gruppe von Aktivisten hatte für den 20.6.2001 zu einer Onlinedemonstration gegen die Lufthansa aufgerufen, um gegen die gängige Abschiebepraxis – Flüchtlinge oder abgelehnte Asylbewerber werden via Lufthansa ausser Landes geflogen – zu demonstrieren. Dazu sollte man sich Skripte herunterladen, mit deren Hilfe die Onlinebuchungen der Lufthansa-Website automatisch ausfüllen konnte, was die Website vorübergehend lahmgelegt hat. Ich habe kurz nach der Demo in Berlin einen Vortrag von einigen Akteuren gesehen und fand dabei bemerkenswert:

  • Die Aktion wurde auf vielen unterschiedlichen Sites kommuniziert, z.T. mit Lufthansa-CD-gleichen Bannern. Ein Teil dieser Website waren im Prinzip das, was wir heute „Blogs“ nennen, wie z.B. http://www.indymedia.org/
  • Im Prinzip hatten es die „Hacktivisten“ nicht auf eine waschechte DOS (denial-of-service)-Attacke abgesehen. Die Skripte waren so getaktet, dass das Ausfüllen der Formulare nicht viel schneller vonstatten ging, als per Hand. Nur eben automatisch. Dadurch gelang es der Lufthansa auch ziemlich schnell, alles wieder zum Laufen zu bringen. Der Grund für die (Selbst-)Beschränkung waren ethische Bedenken.
  • In die ähnliche Richtung gingen auch ursprüngliche Bedenken dagegen, überhaupt eine Online-Demo abzuhalten, weil es einfach zu bequem ist und eine Demonstration vor allem durch Engagement überzeugend wirkt. Am Rechner zu sitzen, sei halt nicht wirklich Engagement.

Auf der Veranstaltung wurden auch einige Background-Infos ausgeteilt, die ich leider nicht mehr habe (Christof, hast Du die??). Ich weiss aber noch, dass das Ganze sehr inspiriert war von einer Künstlergruppe namens „Critical Art Ensemble“, die eben solche „virtuellen“ Aktionen planen und umsetzen. Die haben dazu ein Buch herausgegeben, welches man unbedingt gelesen haben sollte: „The electronic disturbance“ (ISBN 1-57027-006-6). Hier kann man es downloaden.