Mehr Zahlen! – Wenn Daten die Kommunikation unterstützen
12. April 2018 · von Verena Waldbröl · 4 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare

Dass die Ferienwohnung, die wir gerade noch im Netz gesucht haben, zwei Minuten später in einer Werbeanzeige in unserem Facebook-Feed auftaucht – daran haben wir uns längst gewöhnt. Im Marketing und in der Werbung weisen Stichworte wie Mikrosegmentierung (Einteilung von Zielgruppen auf Personenebene, z. B. individuelle Merkmale oder Einstellungen) oder Programmatic Advertising (vollautomatischer Ein- und Verkauf von Werbeflächen in Echtzeit) längst auf die wachsende Bedeutung von Daten hin. Doch können Daten auch Kommunikation steuern? Ja! Es gibt sogar einen Begriff dafür: Datengetriebene Kommunikation (oder „data-driven PR“ / „data driven communications“) bedeutet, Daten bzw. aus Daten generierte Informationen zu nutzen, um Kommunikationsaktivitäten zu planen, umzusetzen und zu verbessern. Bisher behandeln Kommunikationsberater oder PR-Verantwortliche das Thema noch stiefmütterlich. Dies zeigt sich auch am langen Kampf, den Fürsprecher der PR-Evaluation immer wieder führen müssen, um entsprechende Budgets zu erhalten. Weiterlesen →
Buchtipp: „Content Design: Durch Gestaltung die Conversion beeinflussen“ von Robert Weller und Ben Harmanus
9. März 2018 · von Joerg Hoewner · 2 Minuten Lesedauer · 1 Kommentar
Kurzverdikt: Lesenswert.
Zugegeben: Als ich den Titel das erste mal wahrgenommen habe, hatte ich gehofft, ein Buch zu lesen, in dem eine Herangehensweise beschrieben wird, wie Content aus dem Content-Silo und Design aus dem Gestaltungs-Silo herausgeholt und zusammengeplant und -gedacht werden kann.
Aber das Buch beschäftigt sich zwar auch mit Content und Design, aber vor allem vor dem Hintergrund der Conversionsoptimierung, wie der Titel schon sagt. Trotzdem ist das Buch auch für diejenigen geeignet, die sich nur mit dem Thema Contentgestaltung oder der Planung und Realisation von Content beschäftigen. Denn Konzepte wie das „Help, Hub, Hero-Content“ oder das FISH-Modell werden hier ebenso erläutert, wie neue Formate wie Facebook 360 oder die richtige Umsetzung von Webinaren (allein 24 Seiten dazu).
Ein ganzes Kapitel widmet sich der Gestaltung von Landing Pages, ein weiteres Methoden zur Conversion-Optimierung.
Das Buch inspiriert, ist gut gestaltet und locker geschrieben. In der Ausrichtung ist es weniger umfassend als das vor einigen Tagen rezensierte „Lean Content Marketing“, es geht vielmehr stärker auf den Gestaltungs- und Optimierungsaspekt ein. Insofern ist es eine gute Ergänzung.
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Buchtipp: „Lean Content Marketing“ (2. Aufl. von Sascha Tobias v. Hirschfeld und Tanja Josche)
5. März 2018 · von Joerg Hoewner · 3 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare
Untertitel: Praxis-Leitfaden für das B2B-Marketing
Vor drei Jahren haben wir an dieser Stelle die erste Auflage dieses Titels rezensiert und haben in diesem Zusammenhang viele Stärken aufgezählt und einige Kritikpunkte geäußert. Wie ist nun also die 2. Auflage gelungen?
Zusammengefasst: Die Schwächen wurden ausgemerzt, die Stärken ausgebaut. So soll es sein. Wer einen Einstieg in das B2B Content Marketing sucht, ist mit diesem Buch richtig gut bedient. Es bearbeitet die wichtigsten Themen übersichtlich, umfassend und mit vielen Beispielen, Checklisten und tabellarischen Übersichten versehen. Es steckt einfach immens viel Wissen drin und man merkt, dass die Kollegen sich an vielen Stellen viele Gedanken darüber gemacht haben, wie man einen pragmatischen mit einem systematischen Ansatz zusammenführen kann. Daher das „Lean“ im Titel.
Auf den ersten gut 60 Seiten wird eine grundlegende Einführung in Vorgehens- und Denkweise beim Content Marketing gegeben. Im Prinzip ist man hier schon gut bestückt. Dann geht es jedoch weiter in die Tiefe, denn geht es 80 Seiten noch mal um Content Produktion (Vorstellung einzelner Formate, deren Stärken und Schwächen und Tipps zur Umsetzung), dann noch mal 60 Seiten um die Vermarktung. Dabei werden Themen behandelt, die häufig zu selten beachtet werden, wie z.B. das Recycling von Content bzw. die Mehrfachverwertung, in dem man Inhalte neu zusammenstellt, in neue Formate gießt und vernetzt.
Gut gefällt mir außerdem, dass auch brandaktuelle Themen wie Marketingautomatisierung, KI im Marketing, Unified Content-Architekturen oder Pair Writing angesprochen und hier zumindest ein kurzer Überblick gegeben wird.
Die einzige Schwäche ist vielleicht, dass manche Themen eben nicht in der Tiefe behandelt werden. Dafür ist das Thema aber zu umfassend und komplex. Bei 300 Seiten muss man sich an der einen oder anderen Stelle eben beschränken.
Für B2B-Kommunikatoren Pflichtlektüre.
 
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Data Storytelling: Möglichkeiten und Einsatzbereiche
6. November 2017 · von Jörg Hoewner · 5 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare
Bei vielen neuen Themen, die für Kommunikationsarbeiter interessant sind, lohnt sich ein Blick auf den Journalismus. Hier ist der Veränderungsdruck größer als in der PR. Ein Beispiel ist der Datenjournalismus: Auf Basis von Daten generieren Journalisten Erkenntnisse, die anderweitig schwer herstellbar sind – und vermitteln sie eindringlich mit Hilfe von Visualisierungen. Weiterlesen →
Conversational PR: Welche Möglichkeiten bieten Chatbots in der PR?
6. Juni 2017 · von Jörg Hoewner · 8 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare
Chatbots bzw. „Conversational Marketing“ war ein großes Thema auf der diesjährigen Re:publica. Die ganze Branche scheint von einem Fieber erfasst worden sein, die neuen Möglichkeiten jetzt auszuprobieren und Chat-Anwendungen oder Servicebots auf die User loszulassen.
In der Tat sind die Aussichten verlockend, wenn man bedenkt, dass ein Gros der Anfragen, die Unternehmen über Web- oder Messenger- oder Social Media-Kanäle erreichen, Service- oder Supportfragen sind. Hier nutzen Nutzer die Möglichkeiten, die der direktere Kanal über die Onlinekanäle bietet, weil man in der Regel davon ausgehen kann, dass z.B. auf dem Facebook-Profil ein Social Media-Team dahinter steckt, das Anfragen in der Regel gut beantwortet bzw. bearbeitet. Oder anders gesagt: Im Rahmen der Kontaktmöglichkeiten, die Unternehmen so anbieten (E-mail, Telefonwarteschleifen, Fax) erscheinen diese Kanäle Nutzern als die Option, die möglicherweise am wenigsten nervig und am meisten Erfolg versprechend ist. Weiterlesen →