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Google Analytics und Public Relations, Teil 3: Editorial Metrics

3. September 2015 · von Jörg Hoewner · 5 Minuten Lesedauer · 4 Kommentare

Das ist der dritte und vorerst letzte Teil von Posts rund um Google Analytics und Public Relations. Die beiden anderen Beiträge finden sich hier:

Editorial Metrics als Fachbegriff ist vermutlich noch nicht so geläufig wie Web Metrics oder Social Media Metrics. Dahinter versteckt sich ein Set von Evaluationsmethoden zur Messung der Resonanz auf redaktionelle Produkte. Die Diskussion wird vor allem im journalistischen Bereich und dort vor allem auf Verlagsseite geführt, natürlich mit dem Ziel, Journalisten Möglichkeiten zu geben, die Resonanz zu messen, Feedback auf Interventionen zu bekommen (Ändern von Headlines z.B.), daraus zu lernen, Beiträge zu optimieren, um somit die Leistungsdaten von Online-Publikationen zu verbessern (Reichweiten, Nutzungsintensität). Vorreiter sind die Qualitätsmedien wie The Guardian, die New York Times oder Die Zeit, die entsprechende Tools in ihre CMSe integriert haben. Was für den journalistischen Bereich gut ist, kann für PR-Redakteure ja nicht ganz falsch sein, insofern stellt sich die Frage, wie wir mit gängigen Mitteln einen Überblick über die Resonanz auf einzelne Beiträge bekommen. Was wir benötigen dazu:

  • Einen Google Analytics-Account, der für die Website eingerichtet ist, für die wir die Auswertung durchführen. Hier tut es natürlich auch ein alternatives Tool.
  • Idealerweise ein SEO-Tool wie Searchmetrics oder ein Social Media Monitoring-Tool. Oder einfach einen Chrome-Browser.
Welche Metriken sind für Redakteure interessant?

Hier lassen sich drei Kategorien unterscheiden: Die Nutzung (via Google Analytics zu messen), die Social Media-Resonanz und die Verlinkung. Nutzungsdaten Interessant sind:

  • Reichweitendaten (Visits, Seitenabrufe)
  • Nutzungsintensität (Besuchszeit, angeklickte Links)
  • Nutzungszeiten, insbesondere im Zusammenhang mit Interventionen? Hat z.B. eine Headlineänderung zu mehr Klicks geführt?
  • Suchbegriffe, die sowohl bei Suchmaschinen als auch bei der internen Suche zur Nutzung einer Seite führen
  • Demographische Daten
  • Verweisende Sites: Wo kommt der Traffic her? Suchmaschinen? Websites von Dritten? Social Media? Newsletter?

Bis auf die demographischen Daten werden die Daten von Google Analytics problemlos geliefert. Für die demographischen Daten müssen in GA die Werbefunktionen aktiviert werden. Social Media-Resonanz Bei der Social Media-Resonanz sind zwei Aspekte relevant:

  • Die Anzahl der Shares: Viele Sharing plug ins zeigen die Anzahl der Shares direkt im Frontend an. Ansonsten gibt es kostenlose Werkzeuge, mit denen sich solche Zahlen schnell ermitteln lassen, wie dem http://socialyser.de.
  • Das inhaltliche Feedback: Hier geht es darum, herauszufinden, was Nutzer zu einem Thema geschrieben haben, also die qualitative Resonanz. Üblicherweise läßt sich ein solches Feedback über ein begleitendes Social Media-Monitoring herausfinden.

Eine einfache Möglichkeit, sich inhaltliches Feedback über eine bestimmte Seite anzuschauen, ist es z.B. bei Twitter die URL der betreffenden Seite in die Suche einzugeben, heraus kommt eine Liste der Tweets, die auf die URL verweisen (inkl. der Kurzlinks wie bitly). Verlinkung Die Anzahl und Verortung der Backlinks von anderen Nicht-Social Media-Sites (z.B. Presseportalen) lässt sich über Backlinkchecker herausfinden, wie sie z.B. searchmetrics bietet. Eine kostenlose Alternative ist hier der http://www.backlinktest.com. Hier besteht das Problem darin, dass die entsprechenden Datenbanken nicht so schnell aktualisiert werden, wie das z.B. bei den Social Media-Shares der Fall ist. Also eine Echtzeit-Backlink-Analyse ist mit einfachen mitteln kaum leistbar. Das „kleine“ Editorial Metrics Cockpit Wem das zu aufwendig wirkt, dem sei versichert: es lohnt sich. Und es gibt eine noch pragmatischere Abkürzung, bei der die Daten zwar nicht unbedingt vollständig sind, aber für die tägliche Arbeit absolut ausreichen. Für den Chrome-Browser gibt es plug-ins (Page Analytics und Social Analytics und diverse Backlink-Checker), mit denen Google Analytics-Daten und die Social Media-Resonanz angezeigt werden kann.

Editorial Metrics im Browser

Editorial Metrics im Browser

 

Buchbesprechung: „SEO – Strategie, Taktik und Technik“ von Andre Alpar, Markus Koczy und Maik Metzen

2. September 2015 · von Jörg Hoewner · 2 Minuten Lesedauer · 1 Kommentar

Kurzverdikt: Lesenswert

Bücher zu SEO gibt es inzwischen en masse. Da das Thema relativ schnelllebig ist, macht es Sinn, sich laufend aktuelle Literatur zum Thema anzuschauen. Relativ neu ist das Buch der drei o.g. Autoren, das im Springer-Verlag (Fachbücher) erschienen ist.

Mir gefällt, dass das Buch einen relativ umfassenden Ansatz wählt, in dem es vertieft auf grundlegende Überlegungen, SEO im Marketing-Mix und SEO-Strategie eingeht – was ich in anderen Werken manchmal vermisse. Daneben werden auf aktuellen Stand Themen wie Onpage und Offpage-Optimierung behandelt, ebenso wie suchmaschinengerechtes Schreiben.

Letzteres wird sehr stark aus einer formalistisch technischen Brille betrachtet, aber das ist schon ganz ok. Am Rande gestreift, werden die SEO-relevanten Aspekte des Content Marketing und Synergien zwischen SEO und SEA. Ganz bewusst wird also nicht erläutert, wie SEA bzw. Content Marketing geplant und betrieben wird, wodurch das Buch nicht übermäßig aufgebläht wird. 500 Seiten reichen ja doch.

Kurzum: Ein guter umfassender Leitfaden zu SEO. Nicht mehr, nicht weniger.

 

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Weitere Informationen

Meerkat, Periscope und Co. – So nutzen Sie die Live-Streaming-Apps für Ihr Unternehmen!

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Google Analytics und Public Relations, Teil 2: Einsatz im Content Marketing

8. Juni 2015 · von Jörg Hoewner · 7 Minuten Lesedauer · 4 Kommentare

Das ist der zweite von drei Posts rund um Google Analytics und Public Relations. Die beiden anderen Beiträge finden sich hier:

In Teil 1 ging es um grundsätzliche Metriken und grundlegende Funktionen innerhalb von Google Analytics – wobei man vergleichbare Ergebnisse auch mit anderen Tools erzielen kann. In diesem 2. Teil geht es darum, einen Einblick in die Funktionen zu geben, die für das Content Marketing sinnvoll sind. Zwar versprechen eine ganze Reihe von Lösungen, Content Marketing-Kampagnen auswerten zu können – vor allem entsprechende Engagement-Tools oder Social Media Marketing-Tools – , aber diese sind in der Regel recht teuer. Und wenn ohnehin ein Web-Analyse-Tool auf der Website installiert ist, kommt man mit Google Analytics (oder Etracker, Piwik etc.) schon recht weit. Weiterlesen →

Mitarbeiterbefragung: Die zehn häufigsten Fehler

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