Measurement & Research

Wie wird online gelesen? Bzw. 42 Tipps zum besseren Schreiben online oder zur Aufbereitung von Inhalten

22. April 2020 · von Joerg Hoewner · 6 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare

Die regelmäßigen Untersuchungen des UX-Forschers Jakob Nielsen bzw. der NielsenNormanGroup zum Online-Leseverhalten, verfolge ich mit großem Interesse seit Ende der 1990er. Nicht nur, weil die Ergebnisse spannend sind, sondern auch, wie die Ergebnisse aufbereitet sind. Die dazugehörigen Reports sind durchaus Pflichtlektüre.
Untersucht wird mit Hilfe von Eye-Tracking-Studien, wie redaktionelle Seiten wahrgenommen bzw. gelesen werden und auch wie Google SERP-Seiten rezipiert werden.
Nach dem letzten Update 2016/17 gibt es nun dazu eine neue Veröffentlichung, deren Zusammenfassung man hier („How People read online: New and old findings“ ) lesen kann. Hinweis: Es lohnt sich trotzdem, den Report zu kaufen, denn da steckt noch viel mehr drin!)
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Mit Daten zum richtigen Content

4. Oktober 2019 · von Joerg Hoewner · 4 Minuten Lesedauer · 1 Kommentar

Wie data-driven Content hilft, mit dem richtigen Format auf dem richtigen Kanal die Zielgruppe zu erreichen

Die Unternehmens- und Marketingkommunikation hat zwei Probleme: Zum einen wird es angesichts des Informationsüberflusses immer schwieriger, bei Stakeholdern im „Content Shock“ (Marc Schaefer) mit den eigenen Inhalten überhaupt wahrgenommen zu werden. Zum anderen stehen Kommunikatoren vor der Herausforderung, relevante Inhalte, Kanäle und Formate zu identifizieren – denn vor allem in Social Media vergrößert sich die Auswahl ständig.

Doch es gibt einen Lichtblick: Data-driven Content. Wer weiß, was die Zielgruppe will und wo sie sich aufhält, verbessert die Chance, mit dem richtigen Inhalt am richtigen Ort zu sein.

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Buchvorstellung: „Einführung in die Webanalyse“ von Tom Alby

24. September 2019 · von Joerg Hoewner · 2 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare

Kurzverdikt: Pflichtlektüre
Dieses Buch ist keine Google Analytics oder Matomo-Einführung, wie es sie schon auf dem Buchmarkt gibt. Sondern ein Buch, dass zu Grunde liegende Konzepte (Wie misst man richtig? Was passiert da eigentlich im Hintergrund? Grundbegriffe) unabhängig von einzelnen Tools erläutert und somit hilft, die vordergründig so objektiven Reports in bestehenden Tools zu hinterfragen, besser zu verstehen und somit bessere Interpretationen zu ermöglichen.
Stichwort „Hinterfragen“ von Reports: Was ist zum Beispiel von der Sitzungsdauer zu halten, wenn man weiß, wie die Daten erhoben werden? Was steckt hinter einer Absprungrate, ist eine hohe Rate wirklich schlecht? Was ist von Signifikanzmaßen in A-/B-Testing-Tools zu halten und was bedeuten sie eigentlich?
Alby beschränkt sich nicht auf solch Grundlegendes, sondern zeigt auch auf, wie man beispielweise mehr Informationen aus Rohdaten herausholen kann, z.B. um daraus „datengetriebene Personas“ entwickeln kann.
Immer wieder fordert er den matheagnostischen Leser heraus, in dem er auf statistische Grundlage rekurriert, ohne dabei zu sehr in die Tiefe zu gehen. Aber auch diese Exkurse verhelfen zu einem notwendigen besseren Verständnis der erhobenen und analysierten Daten.
Das Buch umfasst 30 kurze Kapitel, die man linear durcharbeiten und ebensogut selektiv rezipieren kann. Anschaulich geschrieben und kurzweilig.
Unbedingt lesenswert, ich bin begeistert.

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Wirkungsmessung im Journalismus – können wir was daraus lernen?

20. Januar 2019 · von Joerg Hoewner · 7 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare

„Wie wirkt Journalismus bzw. die Arbeit von Journalisten?“ ist scheinbar eine einfache Frage. Allerdings eine Frage, die die Publizistikwissenschaft / Kommunikationswissenschaft schon seit Jahrzehnten beschäftigt: Die sogenannte Wirkungsforschung war tatsächlich produktiv, hat eine ganze Reihe von spannenden Erkenntnissen, Theorien, Modellen hervorgebracht, die auch für Kommunikationspraktiker interessant sind (dazu sehr empfehlenswert: „Using communications theory“ von Windahl, Signitzer und Olson). Das Problem des „Outputs“ der Wirkungsforschung ist, dass nur in wenigen Fällen Redaktionen oder Journalisten ein Feedback auf die (konkrete) eigene Arbeit geliefert wird, da die meisten Studien zum Thema eher langfristig und sender-übergreifend angelegt, wissenschaftsgetrieben und daher eher für eine ebensolche Zielgruppe aufbereitet wurde. Sozusagen als Steuerungsinstrument für die journalistische Planung nur bedingt geeignet.

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Mehr Erlebnis! – Stakeholder Experience Design in der PR

12. April 2018 · von Jörg Hoewner · 6 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare

Stakeholder Experience DesignWeb und mobile waren weit weg, als die Forscher James E. Grunig und Todd Hunt 1984 ein Modell erschufen, das die PR als organisierte Kommunikation beschreibt. In ihrem Modell unterscheiden die beiden

  • asymmetrische Kommunikation: Rückmeldung der Nutzer, z.B. Kundenbefragungen
  • symmetrische Kommunikation: direkt und offen, Dialog

Auch heute noch wird die symmetrische Kommunikation, ein offener und direkter Dialog, zu selten angestrebt oder gar verwirklicht. Viele Organisationen verstehen den Auftrag von Kommunikation / PR noch immer als „informierend“.

Wie kann sich Kommunikation, wie muss sich die PR also weiterentwickeln? – Hin zu mehr Dialog und zu einem Verständnis von Kommunikation, das ihre Wirkung, ihren Erlebnisaspekt stärker in der Planung von Maßnahmen berücksichtigt? Einen Hinweis liefert uns das Konzept der User Experience (Nutzungserlebnis). Weiterlesen →