Social Media-Erfolgsmessung: Endlich brauchbares Modell aus Deutschland
25. Mai 2016 · von Jörg Hoewner · 1 Minute Lesedauer · Keine Kommentare
Endlich hat der BVDW mit dem Leitfaden „Erfolgsmessung in Social Media“ und einer dazugehörigen Erfolgsmessungsmatrix einen brauchbaren und gut strukturierten Rahmen zur Erfolgsmessung von Kommunikation und Marketing in den Sozialen Medien vorgelegt. Wie ich in meinem Whitepaper „Social Media Metrics“ schon erläutert habe, war dieser Punkt zumindest in Deutschland noch ein Blinder Fleck. Zwar hat eine „AG Social Media“ 2010 ein rudimentäres Modell vorgestellt, aber das war eben nur rudimentär, etwas akademisch und weiter hinter dem, was es schon seit 2009 in Großbritannien und den USA gibt bzw. gegeben hat (Beispiel IAB). Gut am Ansatz der BVDW-Fokusgruppe Social Media ist dessen Anschlussfähigkeit an das Wirkungsstufenmodell aus der PR, das von DPRG und dem ICV (Internationaler Controller Verein) entwickelt wurde. Gut ist auch, dass es dazu animiert, sich über konkrete, operationalisierbare Ziele seiner Social Media-Aktivitäten Gedanken zu machen. Also: Anschauen, nutzen.
Goodnity: „Einen Penny für Deine Gedanken“
22. März 2016 · von Verena Waldbröl · 7 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare
Junge Menschen beantworten Fragen, Unternehmen zahlen dafür. Das Geld fließt in soziale Projekte. Mit der App „Goodnity“ eines Berliner Start-ups ist Spenden so einfach wie noch nie. Warum sich das für alle Beteiligten lohnt, erklärt Maximilian Eckel, der Vertriebler im Gründertrio.
Herr Eckel, kurz und knapp: Wie funktioniert Goodnity?
Goodnity ermöglicht soziales Engagement unabhängig vom eigenen Kontostand: Die Nutzer beantworten täglich sieben bis zehn Fragen. Für die anonymisierten Antworten zahlen uns zum Beispiel Marktforschungsinstitute Geld, das wir an ausgewählte soziale Projekte spenden. So generiert jeder Nutzer mit wenigen Klicks und in nur ein paar Minuten täglich eine Spende, die auch ankommt. Weiterlesen →
Online-Kommunikation: Analyse und Evaluation als wichtiger Baustein in Strategieentwicklung, Konzept und Umsetzung
13. November 2015 · von Jörg Hoewner · 1 Minute Lesedauer · 1 Kommentar
Ob im Rahmen einer Wettbewerbs- oder Trendanalyse, einer Identifikation relevanter Themen, zur Entwicklung und Optimierung der User Experience – oder zur Evaluation von Intranets, Web- und Mobile-Angeboten oder Social Media-Aktivitäten: Analyse- und Evaluationsmethoden werden unserer Anschauung nach viel zu selten eingesetzt, um faktenbasiert zu konzipieren oder Maßnahmen zu planen. Hier ist Überzeugungsarbeit gefragt, der wir uns intensiv widmen.
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depak-Tagung Kommunikationscontrolling – DPRG/ICV-Bezugsrahmen für tauglich befunden
9. Oktober 2015 · von Jörg Hoewner · 2 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare
Am Dienstag fand in Berlin die Tagung der depak zu „Strategie und Kommunikationscontrolling“ statt, bei der ReferentInnen von Großunternehmen wie Deutsche Post bis hin zu mittelständischen Unternehmen vertreten waren und Einblicke in ihre Herangehensweise beim Controlling von Kommunikationsaktivitäten gewährt haben. Insgesamt eine spannende und gelungene Veranstaltung, die mir bestätigt hat, dass wir mit unserer Arbeitsweise in diesem Bereich auf dem richtigen Dampfer sind.
Speziell habe ich mitgenommen:
- Der DPRG/ICV-Bezugsrahmen zum Kommunikationscontrolling bietet nicht nur in der Theorie ein passendes Framework für die Aufgabe, den Wertbeitrag der Kommunikation zu bewerten. Beispiele aus der Praxis zeigen, dass es eben auch praktisch funktioniert. Wobei das Modell nicht sklavisch angewendet werden muss, sondern durchaus Raum für die Anpassung an eigene Bedürfnisse und Fragestellungen lässt.
- Der Bezug zum Controlling hilft Kommunikationsmanagern ungemein, Kommunikationsleistungen intern zu vermitteln – vor allem gegenüber internen Stakeholdern, die stärker betriebswirtschaftlich getrieben sind als Kommunikationsmanager. Eine Einbindung von Leuten aus dem Controlling kann dabei helfen, Akzeptanzhürden zu überwinden.
- Wertbeiträge in Heller und Pfenning („Outflow“) lassen sich nach wie vor nur sehr schwer ermitteln. In der Praxis wird das auch gar nicht verlangt, wenn man den Wertbeitrag entlang des Modells strategisch aus den Unternehmenszielen herleiten kann.
- Im Bereich der Internen Kommunikation lässt sich das Modell ebenfalls anwenden – es wird nur viel seltener gemacht als im Rahmen der externen Kommunikation. Hier sind wir dran.
dmexco 2015 oder: Wie ich meine Visitenkarte wieder zu schätzen lernte
25. September 2015 · von Babette Schneckener · 5 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare
43.384 Besucher an zwei Tagen: Die Digitalmarketing-Messe dmexco bedankt sich auf ihrer Website artig für das rege Interesse – den meisten Teilnehmern war das aber einfach zu viel. Die K12-Abgesandten machen da keine Ausnahme, haben aus dem Gedränge aber dennoch Eindrücke, Anregungen und Informationen mitgenommen.
Melanie Schwarz, Online Marketing Managerin:
In Zeiten, in denen man sich im Berufskontext vornehmlich per LinkedIn oder XING vernetzt, habe ich mich immer mal wieder gefragt, wozu man eigentlich noch analoge Visitenkarten benötigt. Auf der dmexco 2015 (meiner ersten!) habe ich gelernt: Sie sind eine Währung, für die man Essen, Trinken und vor allem Informationen bekommt. An vielen Ständen wurde ich bereits nach zwei, drei Minuten Gespräch nach meiner Visitenkarte gefragt. Extremfall: An einem Stand fragte mich der Vertriebler bereits nach 39 Sekunden nach dem Papier und auf meine Aussage, dass ich meine Karte nicht als Massenware verstreue (vor allem auch, um Hunderte von Post-dmexco-Sales-Anrufen zu vermeiden), bekam ich ein saloppes „Dann brauchen wir uns ja nicht weiter zu unterhalten.“
Bei vielen Anbietern hatte ich den Eindruck, nicht mit den Leuten zu sprechen, die die Produkte und Tools entwickelten – sondern mit Vertrieblern. Für mich ein Grund, einen Großteil der Zeit im Start-up-Village zu verbringen. Dort schien das Verhältnis umgekehrt.
Auf der Suche nach Analyse-CM-Monitoring-Tools
Mein Informationsziel auf der dmexco 2015: Tools zu entdecken, die mir meine tägliche Arbeit im Bereich Social Media Management, Monitoring und Datenanalyse erleichtern. Seit Jahren testen wir Plattformen, und ich persönlich suche die „eierlegende Wollmilchsau“ – ein Tool, das Analyse, Content-Management, Community-Management, Monitoring und Evaluation abbildet. Hintergrund ist, dass ich ungern zwischen mehreren Tools wechsle. Offenbar bin ich da nicht allein: Viele Anbieter versuchen alle Felder in einem Tool zusammenzuführen. Dabei unterscheiden sich die Funktionalitäten, technischen Set-ups und sogar die Darstellungen der Dashboards aus meiner Sicht kaum. Interessanter wird es vermutlich bei den Preismodellen, die ich aber auch erst wieder gegen die Herausgabe meiner Visitenkarte erhalten hätte!
Einige Arbeitsplattformen verbinden bereits das – aus unserer Sicht eher inhaltsgetriebene – Social Media Management mit der Marketingdisziplin Customer Relationship Management und folgen damit einem Trend aus dem englischsprachigen Raum. Heruntergebrochen lautet der Ansatz: Wie wir über Content Marketing den User zum Kunden zu machen.
Gleich nach der Werbung: Inhalte und Plattformen für Content-Marketing
Babette Schneckener, Redakteurin:
Für uns als inhaltsgetriebene PR-Agentur auch noch interessant: Content-Marketing. Dass native Content oder Inhalte, denen man die Werbeabsicht nicht sofort ansieht, auf der Agenda der Digitalmarketing-Experten weiter nach oben rutschen, war bereits vor der dmexco klar. Einige Aussteller konzentrierten ihre Angebote explizit auf die Werbe-Nachbardisziplin Content-Marketing; viele haben das Thema zumindest im Blick. Und auf dem Podium widmete man dem Thema eine eigene Diskussion: Auf dem „Storytelling Summit: Entering the Post-advertising Era“ ging es darum, wie Firmen (Nestlé), Agenturen (Omnicom), Medienkonzerne (AOL) oder Plattformen (Tumblr, Outbrain) am postulierten Wechsel vom Marketing zum Storytelling teilnehmen. Zwei Eindrücke sind da geblieben:
- Eine der größten Herausforderung scheint die unglaubliche Menge an Technologien und Plattformen zu sein. Die Tatsache, dass das (junge) Publikum in rasantem Tempo immer neue Plattformen nutzt und alte verlässt, macht die Sache für die Marketing-Experten nicht leichter. Stephanie Naegeli von Nestlé gab zu, dass ihre Abteilung oft einfach austestet, welche Technologie für ihre Inhalte gerade gut funktioniert.
- Mindestens ebenso wichtig wie der „Content“ ist offenbar der „Context“. Vor allem im mobile-Marketing entscheidet sich an äußeren Zusammenhängen, welcher Inhalt für den Nutzer relevant ist. Darüber hinaus nutzt Content-Marketing Daten, die beispielsweise Suchmaschinen über den Nutzer vorliegen, um den richtigen Inhalt auszuspielen.
Die passenden – und ganz klassischen – Ads lassen sich in diesem Zusammenhang dann auch noch schalten. Denn Content ist für das Marketing kein Selbstzweck, sondern entweder ein Köder, um Nutzer für die Markenstory zu gewinnen, oder eine Art Kulisse: Vor ihr finden die Marketing-Maßnahmen statt.
Unser Fazit: Wir sind uns sicher, dass die dmexco hochinteressant ist für Menschen, die im digitalen Marketing arbeiten. Für uns, die wir digitale Medien eher als Werkzeug für Meinungsbildung, Imagearbeit und Informationsaustausch begreifen, war der Nutzwert überschaubar. Dies lag nicht zuletzt an der Schwierigkeit, die Vorträge in den Ausstellerhallen akustisch zu verstehen. Seminare und Workshops waren aufgrund des Andrangs erst gar nicht zugänglich. Wir haben nach jeweils zwei Versuchen aufgegeben.
