Buchtipp: „Digitale Formatentwicklung: Nutzerorientierte Medien für die vernetzte Welt“ von Egbert von Wyngaarden
8. Juni 2019 · von Joerg Hoewner · 3 Minuten Lesedauer · Keine Kommentare
So steht es im Klappentext: „Digitale Formatentwicklung: Nutzerorientierte Medien für die vernetzte Welt ist ein praxisorientiertes Handbuch, das eine Methode für die Entwicklung innovativer Medien präsentiert.“ Bei Bestellung beim Verlag hatte ich auf ein praxisorientiertes Buch gehofft, das auf die konzeptionellen Herausforderungen der digitalen Formatentwicklung eingeht. Wie plane ich kanalübergreifende Angebote? Wie bringe ich unterschiedliche Kompetenzen zusammen und welche Artefakte produzieren diese z.B. in der Planungs- und Prototypingphase? Wie kann man das effizient gestalten, so dass es auch für kleinere Projekte anwendbar ist? Das Buch löst gerade das Versprechen „praxisorientiert“ für die von mir aufgezählten Themen nicht ein, sondern erläutert viel Grundsätzliches, vom Wandel im Mediennutzungsverhalten, dem human-centered design und den Möglichkeiten, die das digitale Storytelling bietet. Stark ist das Buch insbesondere dort, wo es genau diese Möglichkeiten aufzeigt, die sich durch Transmedialität und Interaktivität ergeben. Stark ist es auch darin zu erläutern, wie man zu Leitideen kommt und diese in einem kanalübergreifenden Kontext setzen kann. Hier ist es sicherlich viel stärker als Standardwerke wie Andrea Phillips „A Creator´s Guide to Transmedia Storytelling“. Aber nach hinten raus, wenn man nach der ganzen breiten Ideenentwicklung die Umsetzung planen und auch noch auf die Schienen setzen will, wird es doch sehr allgemein, da gibt es noch mal 7 Seiten für Projektmanagement (Agil natürlich) und 7 Seiten zu Prototyping (von insgesamt 400), das war es. Ingesamt geht für mich somit weniger um „Formatentwicklung“ als um „Format-Ideenentwicklung“. Und das auch mehr für größere Projekte, viele Referenzen aus Projekten von arte.tv machen das schnell klar. Daher zusammengefasst: Das Buch hat seine Zielgruppe eher im Medienumfeld (TV, Entertainment), Gaming und ist daher für Digitalkommunikatoren / -marketer nicht das, was der Titel verspricht. Will man etwas über den Tellerand hinaus schauen, „größer denken“, dann kann es interessante Impulse liefern: Es inspiriert, ist gut lesbar, es ist schön gestaltet, was will man mehr? Kriegt auf jeden Fall einen ordentlichen Platz in der Agenturbibliothek.
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Einfach hilft am besten
Genau genommen ist der Reaktomat lediglich ein Schema, um Äußerungen ein- und die Art der Reaktion zuzuordnen. Wer die Antworten anschließend ausformuliert, erhält eine strukturierte Liste, in der die passende Reaktion schnell aufzufinden ist. Das Format der Liste (Word, Excel oder Online-Version) ist Nebensache, solange die Dokumente überschaubar und gut zu durchsuchen sind. Entscheidend für den Erfolg des Reaktomaten – und damit sind wir auch schon beim Kern der Sache – ist dagegen Ihr Talent, die Fragen der Nutzer vorauszuahnen und sie einzuordnen.
Und dabei helfen wir Ihnen jetzt auf die Sprünge: Weiterlesen →
